Lamspringe - Bei einem Laubenbrand in Lamspringe ist am Donnerstagmorgen eine 66-Jährige schwer verletzt worden. Die näheren Umstände sind laut Polizei noch unklar.
Feuerwehr mit drei Fahrzeugen vor Ort
Gegen 7.25 Uhr am Donnerstag wurde ein Anwohner nahe des Friedhofs von einem Knall aufgeschreckt, wenig später stieg dort Rauch auf. Der Mann alarmierte die Feuerwehr – um 7.29 Uhr erschien die Meldung auf den Piepern der örtlichen Brandbekämpfer – so auch bei Marc Herr, der die Einsatzleitung übernahm. Gemeinsam mit zwölf Kameradinnen und Kameraden, auf zwei Löschfahrzeuge verteilt, rückte er aus. Vor Ort kam der Einsatzleitwagen aus Sehlem mit zwei weiteren Einsatzkräften dazu. „Das ist bei einer Brandalarmierung so üblich“, erklärt Herr.
Das Gebäude war bereits ein Totalschaden
Die Feuerwehrleute sahen die Rauchsäule schon bei der Anfahrt. Am Einsatzort winkte der Anwohner, der sie gerufen hatte, sie über den Friedhof zu dem Privatgrundstück am Hartlahweg. Darauf stand die Laube schon lichterloh in Flammen. „Das Gebäude war bereits ein Totalschaden“, sagt Herr. Zudem hatte das Feuer auf die Friedhofshecke und einige nah gelegene Bäume und Büsche übergegriffen.
Notfallsanitäter rufen Rettungshubschrauber
Die Einsatzkräfte begannen sogleich, alles für die Löscharbeiten aufzubauen. Dabei entdeckten sie die Eigentümerin des Grundstücks, die mit schweren Brandverletzungen auf dem Boden lag. „Bei Brandeinsätzen schickt die Einsatzleitzentrale immer auch einen Rettungswagen mit“, erläutert der Einsatzleiter – eigentlich, um die Feuerwehrleute zu versorgen, falls sie sich verletzen. In diesem Fall kümmerten sich die Notfallsanitäter sogleich um die verletzte Frau, forderten erst einen Notarzt zur Unterstützung an und anschließend auch einen Rettungshubschrauber.
Bei Brandeinsätzen schickt die Einsatzleitzentrale immer auch einen Rettungswagen mit
„Der Hubschrauber war relativ zeitnah da“, erinnert sich Herr. Er sei in der näheren Umgebung gelandet. Feuerwehrleute holten die Besatzung ab und brachten sie zum Einsatzort, wo sie die Verletzte auf den Transport vorbereiteten. Mit dem Rettungswagen ging es dann zurück zum Hubschrauber und damit in die Medizinische Hochschule nach Hannover.
Für die Feuerwehr ging vor Ort die Brandbekämpfung weiter. Gegen 8 Uhr waren die Flammen gelöscht. Allerdings haben die Feuerwehrleute noch lange nachgelöscht, auch die Pflanzen und den Boden in der näheren Umgebung gewässert. „Wir haben wegen der Trockenheit mehr Wasser als üblich verwendet“, erklärt Herr. Gegen 9.30 waren sie fertig.
Polizei ermittelt
Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und ermittelt weiterhin zur Ursache des Feuers und den Umständen, wie es zu den schweren Verletzungen der Frau kommen konnte. Ersten Erkenntnissen der Ermittler zufolge wurden in der Laube unter anderem kleinere Gasflaschen sowie ein Benzinkanister gelagert.

