Volkshochschule

Margitta Rudolph verlässt Hildesheims VHS – neuer Chef gefunden

Hildesheim - Fast zehn Jahre stand Margitta Rudolph an der Spitze der Hildesheimer Volkshochschule. In wenigen Wochen geht sie in den Ruhestand. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.

Margitta Rudolph verlässt die Volkshochschule zum 30. April. Ein Nachfolger ist bereits gefunden. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Seit August 2013 hat Margitta Rudolph an der Spitze der Volkshochschule (VHS) Hildesheim gestanden, zum 30. April geht sie in den Ruhestand. „Zwei bis drei Monate werde ich aber noch zeitweise zur Arbeit kommen, um meinen Nachfolger einzuarbeiten“, sagt die 63-Jährige. Sie hatte die Bildungseinrichtung im August 2013 von ihrem Vorgänger Hartwig Kemmerer übernommen. Zuvor war die promovierte Pädagogin Beschäftige der Universität Hildesheim gewesen, zuletzt unter anderem als Vizepräsidentin der Hochschule.

Einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin hat die VHS bereits gefunden. Allerdings wird der Name noch nicht genannt, weil noch nicht alle Formalien geklärt sind. Laut Rudolph handelt es sich um eine Person aus dem Raum Hildesheim.

Angebote in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt

Unter Margitta Rudolph ist die VHS Hildesheim deutlich gewachsen. „Ich glaube, wir haben unsere Angebote in diesen zehn Jahren nahezu verdoppelt“, sagt Rudolph. Zum September 2021 bot die VHS rund 1300 Kurse an. Viel Zeit und Geld steckte die Volkshochschule in den vergangenen Jahren auch in die digitale Ausstattung und entsprechende Fortbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit Erfolg: Erst vor wenigen Tagen wurde sie vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium als „Digitaler Ort in Niedersachsen“ ausgezeichnet.

Allerdings hatte Rudolph auch schwierige Stunden zu meistern. So stand die Geschäftsführerin im Herbst 2020 erheblich unter Druck, weil sie öffentlich über eine mögliche Insolvenz der VHS gesprochen hatte, sollte die Einrichtung nicht stärker als bisher finanziell unterstützt werden. In Teilen der Kreispolitik brachte ihr dies heftige Kritik ein. Am Ende stellte sich die Kreistagsmehrheit aber hinter die Geschäftsführerin und verlängerte ihren damals auslaufenden Vertrag.

„Wir haben vieles auf die Beine gestellt“

Doch das ist Schnee von gestern, unter dem Strich bleiben viele positive Errungenschaften, die Rudolph während ihrer Zeit als VHS-Chefin angestoßen hat. „Ich glaube, wir haben während dieser Zeit vieles auf die Beine gestellt“, sagt sie. Das will sie beibehalten – künftig allerdings in anderen Umfeldern. Sie plane einen Umzug nach Hildesheim, außerdem sei sie für den Posten der nächsten Präsidentin des Rotary-Clubs Hildesheim-Rosenstock vorgesehen, erzählt sie. Daneben sei sie in vielen Stiftungen und Vereinen aktiv. Wie bei vielen anderen vor ihr ist es also nicht weit her mit dem Begriff „Ruhe“ aus dem Wort Ruhestand.

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