Neubauten an der Stralsunder Straße

Marienburger Höhe: Bäume weichen neuen Sozialwohnungen der gbg

Hildesheim - An der Stralsunder Straße will die gbg ab Sommer 16 Sozialwohnungen bauen – jetzt lässt das Unternehmen schon mal mehrere Bäume fällen.

Für die Neubauten auf diesem Areal in Nachbarschaft zu den Häusern im Hintwergrund lässt die gbg in der kommenden Woche Bäume und Sträucher entfernen. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Die Bagger rollen zwar erst später in diesem Jahr, doch schon ab Montag sollen in der Stralsunder Straße die ersten sichtbaren Arbeiten für den Bau von neuen Sozialwohnungen der gbg beginnen – und zwar mit dem Fällen mehrerer Bäume. Auch einige Büsche sollen entfernt werden. „Wir müssen das vor der Brut- und Setzzeit erledigen“, erklärt Unternehmenssprecher Frank Satow den frühen Termin. „Im Anschluss sieht es dort vermutlich erst einmal nicht so ansprechend aus, aber das lässt sich leider nicht verhindern.“

Auf dem gut 6000 Qudratmeter großen Areal auf der Marienburger Höhe hat die gemeinnützige Baugesellschaft bereits Gebäude mit 48 Wohnungen. Im vergangenen Jahr entwickelten Unternehmenschef Jens Mahnken und seine Fachleute dann das Konzept, auf demselben Grundstück weitere Häuser zu errichten. Das Ziel: mehr Sozialwohnungen zu schaffen, ohne dafür auf Neubaugebiete angewiesen zu sein. Stattdessen soll auf bereits erschlossenen Grundstücken zusätzliche Bauten errichtet werden. „Nachverdichtung“ nennen die Baufachleute und Stadtplaner das in ihrer Sprache.

Ein Vorhaben, das zahlreichen Mietern der bestehenden Wohnungen zunächst gar nicht gefiel. Sie sammelten Unterschriften gegen das Projekt und wendeten sich vor allem gegen das Abholzen der Bäume. Zudem sorgten sie sich, dass sie künftig wegen der Neubauten direkt neben ihrem Gebäude kaum noch Sonne abbekommen würden. Die Bedenken habe man ernst genommen, beteuert Satow. Das Resultat: Die gbg will nicht wie ursprünglich vorgesehen ein durchgehendes Gebäude mit 22 Wohnungen bauen, sondern reduziert den Zuwachs auf 16 Wohnungen in zwei einzelnen Immobilien. So sollen sich die Nachbarn weniger eingeschränkt fühlen. Zudem würden alle gefällten Bäume durch Neupflanzungen in einem anderen Bereich des Areals ersetzt, kündigt Satow an.

Insgesamt besitzt und vermietet das städtische Tochterunternehmen in Hildesheim derzeit 4209 Wohnungen, rund 400 davon sind Sozialwohnungen.

Der Stadtentwicklungsausschuss hatte das gbg-Vorhaben bereits im September gut geheißen und für die Auslegung des Bebauungsplans gestimmt. Wenn nun alles nach Plan läuft und auch die Baugenehmigung wie beantragt durchgeht, könnten die eigentlichen Arbeiten für die Neubauten im Spätsommer beginnen, kündigt Satow an. Die reine Bauzeit dürfte dann gut ein Jahr betragen.

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