Coronavirus

Maske im Auto: Region Hannover verschärft Corona-Regeln – zieht Hildesheim nach?

Hannover/Kreis Hildesheim - Die Region Hannover geht mit neuen Vorgaben zur Maskenpflicht über die Corona-Verordnung des Landes hinaus. Was Pendler und andere Besucher jetzt beachten müssen.

Sitzen Personen ab 14 Jahren aus mehr als einem Haushalt im Auto, müssen alle bis auf den Fahrer FFP2-Masken tragen. Foto: dpa

Hannover/Kreis Hildesheim - Maskenpflicht im Auto, in Treppenhäusern und Fahrstühlen, FFP2-Pflicht in Mensen und Kantinen: In Stadt und Region Hannover gelten von Freitag, 14. Januar an einige Corona-Schutzmaßnahmen, die über die aktuell gültigen Vorgaben aus der Corona-Landesverordnung hinausgehen. Wer aus Stadt und Landkreis Hildesheim nach Hannover oder in die Region fährt, muss deshalb besonders aufmerksam sein, anders als in den vergangenen Wochen sind nicht mehr alle Regeln identisch.

Für alle ab 14 Jahren

Markant ist zum Beispiel die Vorgabe fürs Autofahren. Egal, ob man privat oder beruflich unterwegs ist – so bald Personen aus zwei verschiedenen Hausständen in einem Auto sitzen, müssen bis auf den Fahrer alle eine FFP2-Maske tragen – und zwar, wenn sie mindestens 14 Jahre alt sind. Kinder bis einschließlich 13 Jahren sind von dieser Pflicht nicht betroffen. Der Impf- und Teststatus aller Beteiligten spielt keine Rolle.



Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske gilt für alle ab 14 Jahren zudem in allen Innenräumen bei Mehrfamilienhäusern mit mindestens vier Parteien. Das betrifft zum Beispiel Treppenhäuser, Fahrstühle, Trockenräume, Waschküchen, Fahrradkeller oder Fahrradschuppen.

Ferner führt die Region Hannover für Mensen, Cafeterien und Kantinen die gleichen Regeln wie für Restaurants ein, was die Maskenpflicht angeht. Es muss ein FFP2-Mund-Nasen-Schutz sein, der nur am Platz abgenommen werden darf. In der Corona-Landesverordnung sind diese Betriebe von der FFP2-Vorgabe ausgenommen.

Das sagt der Kreis Hildesheim

Auch für den Aufenthalt in Räumen, die im Rahmen von Kundenverkehr zugänglich sind, muss es in der Region Hannover nun eine FFP2-Maske sein, eine medizinische Maske reicht nicht mehr. Auch am Arbeitsplatz herrscht grundsätzlich FFP2-Pflicht – es sei denn, ein fester Platz wurde eingenommen, der Abstand zum nächsten Kollegen ist gewahrt und der Raum wird regelmäßig gelüftet. Schutzwände etwa aus Plexiglas ändern daran nichts. Auch hierin geht die Region Hannover über die Landesverordnung hinaus. Kita sind Schulen sind aber ausgenommen

Regionspräsident Steffen Krach (SPD), der nicht zum ersten Mal schärfere Regeln verfügt, als sie von Landesseite her vorgegeben sind, begründet die Schritte mit der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus und der Sorge um Ausfälle in der kritischen Infrastruktur. Die Regeln gelten vorerst bis zum 10. Februar.

Der Landkreis Hildesheim plant eine solche Verschärfung zumindest vorerst nicht, es gelten weiterhin die Regeln der Corona-Landesverordnung, erklärte die Kreisverwaltung am Freitagmorgen auf HAZ-Anfrage. Für die Zukunft ausgeschlossen ist offenbar aber nichts: „Solche Dinge sind natürlich aber auch Gegenstand der Diskussion im Corona-Stab.“

  • Region
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel