Zwei Leichtverletzte

Mehrere Auffahrunfälle sorgen für kilometerlange Staus auf der Autobahn 7 bei Hildesheim

Hildesheim - Wegen mehrerer Unfälle ist die Autobahn zwischen Hildesheim und Drispenstedt Richtung Norden gesperrt gewesen. Vater und kleine Tochter werden leicht verletzt. Massive Rückstaus lösen sich nun erst langsam auf.

Unfall A7 am Donnerstagmorgen: Nach mehreren Auffahrunfällen muss die Autobahn in Richtung Norden für mehrere Stunden gesperrt werden. Die massiven Rückstaus lösen sich erst langsam wieder auf. Foto: Team Geoffrey May

Hildesheim - Wegen mehrerer Auffahrunfälle musste die A7 zwischen Hildesheim und Drispenstedt in Richtung Norden am Vormittag gesperrt werden. Inzwischen meldet die Polizei, dass die Unfallaufnahmen beendet sind und die Autobahn in diesem Bereich wieder freigegeben ist. Die Polizei rät allerdings nun dringend, nicht mehr von der Autobahn abzufahren, da sich der Verkehr rund um den Bereich Hildesheim und Drispenstedt massiv staut und sich erst langsam auflöst.

Auf Sicherheitsabstand achten

Nach bisherigen Informationen sind vier Fahrzeuge beteiligt gewesen. Der Unfall hat sich etwa 500 Meter hinter der Anschlussstelle Hildesheim innerhalb der Großbaustelle ereignet, wo die Fahrbahnen für den Nord- und Südverkehr verengt sind. Ein 42-jähriger Familienvater aus Offenbach – er ist mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Töchtern unterwegs gewesen – konnte offensichtlich nicht mehr rechtzeitig bremsen und ist mit seinem Mercedes auf seinen Vordermann aufgefahren. Dabei hatte er noch eine so hohe Geschwindigkeit, dass er mit seinem Auto nicht nur einen Mercedes Vito vor ihm, sondern auch noch einen Mercedes Sprinter und einen Renault zusammengeschoben hat.

In dem Auto der Familie sind bei dem Aufprall zwei Front-Airbags ausgelöst worden. Dabei ist der Vater im Gesicht und die zehnjährige Tochter – sie hat auf dem Beifahrersitz gesessen – leicht an der Hand verletzt worden. Beide sind zur Überprüfung von zwei Rettungswagen in ein Hildesheimer Krankenhaus gebracht worden. Das Auto der Familie war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Die drei anderen beteiligten Fahrer bleiben unverletzt

Die anderen beteiligten Fahrer sind nicht verletzt worden und konnten weiterfahren. Die Polizei sperrte den Streckenabschnitt und leitete den Verkehr für die Unfallaufnahme ab. Die Einsatzkräfte konnten trotz der engen Verkehrsführung bis zum Unfallort mit dem Streifenwagen gelangen. „So lange der Verkehr fließt, bitte in der Baustelle immer möglichst rechts fahren, damit wir vorbeikommen“, sagt ein Beamter der Hildesheimer Autobahnpolizei, der vor Ort gewesen ist. Da die Seitenstreifen in diesem Abschnitt derzeit als Fahrspuren dienen, musste vor wenigen Tagen die Polizei auf der A7 zu Fuß laufen, um überhaupt zum Einsatzort zu gelangen. Auch die Feuerwehr und der Notarzt waren vor Ort. Sofort angehalten habe ein Rettungssanitäter aus Sachsen, um erste Hilfe zu leisten, lobt die Autobahnpolizei.

In der Großbaustelle zwischen Hildesheim und Drispenstedt war es in den vergangenen Tagen immer wieder zu Unfällen gekommen. „Grund sind meist zu geringer Abstand und fehlende Aufmerksamkeit“, sagt der Beamte von der Autobahnpolizei ganz allgemein. Erst vor Tagen hatte Jörg Eisebitt, Chef der Hildesheimer Autobahnpolizei, geraten, unbedingt größere Sicherheitsabstände in diesem Bereich zu halten, um Auffahrunfälle zu vermeiden.

Bereits lange Staus Richtung Norden

Die Polizei hatte den Verkehr von der A7 abgeleitet. Dennoch mussten sich Autofahrerinnen und Autofahrer auf längere Wartezeiten einstellen. Zwischen Derneburg und Hildesheim ist es vormittags zu kilometerlangen Staus gekommen. Auch als die A7 wieder freigegeben war, löste sich der Stau in der Region erst langsam auf.

  • Hildesheim
  • Hildesheim