Unternehmen bittet um Entschuldigung

Mit Bauarbeiten durcheinander gekommen: Erixx-Zug lässt Sarstedt links liegen

Sarstedt - Mehrere Fahrgäste eines Erixx-Zuges mussten am Sonntag einen längeren Weg nach Hause einplanen. Ihr Zug fuhr einfach durch den Sarstedter Bahnhof weiter Richtung Hildesheim. Was das Unternehmen dazu sagt.

Ein Zug des Bahnunternehmens Erixx ließ am Sonntag den Sarstedter Bahnhof links liegen und fuhr weiter in Richtung Hildesheim. Foto: Alexander Raths (Archiv/Symbolbild)

Sarstedt - Mehrere Fahrgäste eines Erixx-Zugs staunten am Sonntag nicht schlecht: Ihr Zug übersprang den planmäßigen Halt in Sarstedt und fuhr stattdessen weiter nach Hildesheim, sodass sie verspätet an ihren Zielen ankamen.

Ein Passagier des Zugs schildert gegenüber dieser Zeitung, dass die Bahn in Richtung Bad Harzburg am Nachmittag ganz normal gen Sarstedt fuhr – und dort eigentlich auch hätte halten sollen. „Der Zug ist aber ohne Halt an Sarstedt vorbeigefahren“, sagt der Passagier, „obwohl der Halt vorher von der automatischen Ansage angesagt wurde.“ Im Zug habe es allerdings keine Erklärung gegeben, sodass er und „mehrere dutzend Personen“ – darunter laut Aussage des Mannes auch eine Rollstuhlfahrerin – bis nach Hildesheim fuhren und sich von dort aus auf den Weg zurück nach Sarstedt machen mussten. „Weitere Infos“, ärgert sich der Passagier, „gab es keine.“

Mit Bauarbeiten durcheinander gekommen

Das Bahn-Unternehmen Erixx räumt den Fall auf Anfrage dieser Zeitung umgehend ein und bittet die Sarstedter Fahrgäste um Entschuldigung – der Lokführer sei mit Bauarbeiten an der Strecke durcheinandergekommen. Wegen dieser Arbeiten halten die Züge derzeit nur alle zwei Stunden in Sarstedt. Allerdings betrifft das nur Bahnen in Richtung Hannover, nicht umgekehrt. „Vor diesem Hintergrund kam es beim Triebfahrzeugführer zu einer Unsicherheit darüber, ob der Halt für diesen Zug aus Richtung Hannover Hauptbahnhof vorgesehen war“, sagt Erixx-Sprecher Simon Märtens. „Als die Situation eines planmäßigen Halts erkannt wurde, war ein rechtzeitiges und sicheres Anhalten nicht mehr möglich.“

Das Unternehmen habe den Fall intern besprochen um zu verhindern, dass der Sarstedter Bahnhof künftig nicht noch einmal links liegen gelassen wird, verspricht Märtens.

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