Almstedt - In Zeiten von Corona sind Kreativität und Eigeninitiative gefragt – besonders auch im kirchlichen Leben, das durch das Gebot, Kontakte zu meiden, ausgebremst wird. Eine besondere Aktion gibt es zurzeit im kleinen Ort Almstedt in der Gemeinde Sibbesse.
Wer durch das Dorf und über die angrenzenden Feldwege geht, entdeckt hier und dort kleine Nester oder Körbe mit bunt bemalten Steinen. „Hoffnungssteine“ steht daneben auf einem Schild. Initiatorin Claudia Tönnies erklärt die Idee dahinter: „Wenn wir auch nicht zusammen sein können, so können wir doch die Osterbotschaft, die Hoffnung lautet, an alle weitergeben.“ Jeder darf einen Stein für sich selbst mitnehmen oder ihn verschenken – und damit ein Stück Hoffnung.
Ablageplätze werden regelmäßig nachgefüllt
Claudia Tönnies leitet zusammen mit Nadja Modrow den Kindergottesdienst in Almstedt. „Ich habe eine ähnliche Aktion im Internet gesehen“, erzählt sie. „Da kam mir die Idee, dass wir das mit den Kindern des Ortes auch machen könnten.“ Der Vorschlag stieß in Almstedt sofort auf Begeisterung. Innerhalb von wenigen Tagen entstanden im Ort und drumherum Ablageplätze für die Hoffnungssteine: am Friedhof, im Feld, an Brücken und Straßenrändern … bunte kleine Hoffnungsträger.
„Die Resonanz ist so gut, dass wir bei manchen Plätzen schon nach zwei Tagen neue Steine ablegen mussten, weil schon alle weg waren“, berichtet Tönnies und hofft auf Nachahmer aus anderen Orten. „Denn ein bisschen Hoffnung und Freude können wir doch alle gebrauchen in dieser Zeit.“
