Bistum Hildesheim

Nach 28 Jahren als Weihbischof: Nikolaus Schwerdtfeger im Ruhestand – mit dem Segen des Papstes

Hildesheim - Papst Franziskus hat das Rücktrittsangebot des Hildesheimer Weihbischofs Nikolaus Schwerdtfeger zu dessen 75. Geburtstag angenommen – warum Schwerdtfeger außerdem Bischof eines längst untergegangenen Bistums in Nordafrika war.

Bischof Heiner Wilmer (rechts) und Nikolaus Schwerdtfeger bei einer Vesper zu dessen 75. Geburtstag. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Nikolaus Schwerdtfeger, der 28 Jahre lang Weihbischof im Bistum Hildesheim war, ist am Montag in den Ruhestand eingetreten – genau einen Tag nach seinem 75. Geburtstag. Der ist für katholische Bischöfe die übliche Altersgrenze, zu der sie dem Papst ihren Rücktritt anbieten. In der Regel nimmt der ihn an. So lief es auch zwischen Weihbischof Schwerdtfeger und Papst Franziskus.

Einsatz für die Ökumene

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer hatte Schwerdtfegers Verdienste bereits am Vortag in einer feierlichen Vesper im Dom gewürdigt – zum Beispiel für die Ökumene: Der jetzt emeritierte Weihbischof war stellvertretender Vorsitzender der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, außerdem war er Verantwortlicher für die Ordensgemeinschaften im Bistum Hildesheim. Er habe aber auch die Jugend immer im Blick gehabt, lobte Wilmer: Die Zahl der Firmungen, die Schwerdtfeger gefeiert habe, sei schier unglaublich. „Du sagst den jungen Menschen, dass sie wichtig sind“, meinte Wilmer.

Titularbischof von Fussala in Tunesien

Dem Bischof war Schwerdtfeger als Weihbischof vom Weihegrad her gleichgestellt. Der einzige Unterschied: Er leitete keine Diözese – von dem längst untergegangenen Bistum Fussala in Nordafrika einmal abgesehen. Die katholische Kirche stattet alle Weihbischöfe mit solchen nicht mehr existierenden Titularbistümern aus, um ihre Gleichstellung mit „richtigen“ Bischöfen zu betonen. Schwerdtfeger leitete indessen zwischen dem altersbedingten Rücktritt des emeritierten Bischofs Norbert Trelle und der Einführung Wilmers das Bistum Hildesheim auch ein Jahr lang kommissarisch.

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