Hohe Anteilnahme

Viel Hilfsbereitschaft nach Großbrand in Emmerke: Fußball-Vereine planen Benefizspiel

Emmerke - Eine Welle der Hilfsbereitschaft erfasst Emmerke: Viele wollen die vier Menschen unterstützen, die nach einem Feuer am Wochenende nicht mehr in ihren Wohnhäusern leben können. Was jetzt geplant ist.

Beklemmender Anblick am Montag in der Emmerker Hauptstraße. Foto: Alexander Raths

Emmerke - Tag drei nach dem Großbrand in Emmerke. Noch immer bewegt dieser viele Menschen. Sie wollen den vier Hausbewohnern helfen, die am Wochenende ihr Zuhause und ihre Habe verloren haben. Geplant ist nun ein Benefizfußballspiel in Emmerke, auch ein Spendenaufruf wurde veröffentlicht. Unterdessen ist die Brandursache weiter unklar.

Der SV Emmerke spielt am Sonntag, 6. Juli, gegen den Verein aus dem Nachbarort Teutonia Sorsum. Um 14 Uhr beginnt die Partie auf dem Sportgelände an der Sportallee in Emmerke. Der Eintritt beträgt fünf Euro, auch Speisen und Getränke werden verkauft – der gesamte Erlös soll den Leidtragenden des Feuers zugutekommen.

„Traurig für die Leute“

Auch der Emmerker Ortsbürgermeister Josef Theodor Möller unterstützt die Aktion. Dazu seien im Ort viele bereit, sagt Möller, der den Einsatz der Feuerwehr und weiterer Kräfte schon am Samstag verfolgt hatte und sich am Montag den Brandort noch einmal ansieht.

Ein Anwohner spricht Möller an. „Drei Häuser weniger jetzt. Traurig für die Leute“, meint der Anwohner, der seinen Nachbarn helfen will. Mit 10, 20 Euro würde er sie unterstützen, der Mann hofft, dass dies etliche Emmerker genauso tun.

Außerdem wurde ein Spendenaufruf auf Gofundme für eine betroffene Familie veröffentlicht: Die Nichte einer Frau, deren Haus gebrannt hat, bittet darin um Spenden für ihre Tante. „Wir wollen ihr einen Neuanfang mit ihrem Mann und den Haustieren ermöglichen“, heißt es darin. Bis Montagnachmittag kamen schon mehr als 4.600 Euro zusammen.

Lob für die Einsatzkräfte

Hier die Hilfsbereitschaft, dort die Überreste des Feuers. Emmerke wirkt am Montag gemütlich wie stets. Nichts deutet auf einen Einsatz von etwa 150 Feuerwehrleuten hin – zunächst. Am Brandort riecht es immer noch stark. Einer der Hauseigentümer ist da. „Der Feuerwehr gebührt hohes Lob. Allen von denen, rundum. Die haben einwandfrei gearbeitet“, sagt der Hildesheimer. Der Eigentümer hatte Glück, sein Gebäude grenzt an den Brandort an, doch die Flammen griffen nicht über.

„Nicht auszudenken, wenn das nachts passiert wäre. Dann wäre das Feuer womöglich erst später entdeckt worden“, meint der Mann, den am Samstag um 13.57 Uhr ein Anruf alarmiert hatte. Auch er verfolgte am Wochenende den Großeinsatz bis in den Abend hinein.

Feuerursache noch offen

Ein Trümmerhaufen liegt noch vor einem der Häuser. Blau-weißes Flatterband der Polizei sperrt den Brandort ab. Warum das Feuer ausbrach, ist bislang noch offen, berichtet der Hildesheimer Polizeisprecher Jan Makowski auf Nachfrage dieser Redaktion. Spezialermittler der Hildesheimer Polizei sollen der Ursache auf den Grund gehen. Sie müssen jedoch prüfen, inwieweit sie überhaupt die Gebäude betreten können. Diese sind einsturzgefährdet und müssen ohne Gefahr für die Beamten zugänglich sein. Dies muss sichergestellt werden, die Ermittlungen dauern weiter an.

Die vier Hausbewohner haben vorübergehend neue Unterkünfte gefunden. Eine ältere Dame musste nach dem Brand ins Krankenhaus, ihr Sohn blieb unversehrt und ist in Emmerke untergekommen.

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