Hildesheim - Der offene Brief mit scharfer Kritik an einer Videoinstallation im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim (RPM) hat hohe Wellen geschlagen. Nachdem die Museumsleitung eine Podiumsdiskussion zu den Vorwürfen organisiert hat, laden die Kritiker jetzt zu einem eigenen Format ein. Am Dienstag, 14. Juli, führen sie kritisch durch die Ausstellung.
„Wir, die Unterzeichner_innen des offenen Briefs, laden nun dazu ein, die Ausstellung sowie die Videoinstallation im RPM gemeinsam zu besuchen und uns kritisch mit ihren Inhalten und ihrer Gestaltung auseinanderzusetzen“, schreiben die Studentinnen Rosa Lobejäger und Gwendolyn Krenkel sowie Lukas Betzler, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hildesheim. „Dabei möchten wir unsere Kritik unmittelbar am Gegenstand erläutern, über Lücken und Probleme der Geschichtsdarstellung in der Ausstellung ins Gespräch kommen und gemeinsam darüber diskutieren, welche Herausforderungen und welche Verantwortung eine moderne Erinnerungskultur mit sich bringt.“
Hier ist die Anmeldung möglich
Die Sonderausstellung „Hildesheim: Blüte – Zerstörung – Wiederaufbau“ besteht aus einem Ausstellungsraum und einer Videoinstallation. Der Film führt von der Gründung der Stadt bis in die 1970er, wobei ein Schwerpunkt auf dem Bombenangriff am 22. März 1945 liegt. Der kritische Ausstellungsbesuch der Gruppe beginnt am Dienstag, 14. Juli, um 11 Uhr.
Treffpunkt ist im Foyer des Roemer- und Pelizaeus-Museums, Am Steine 1–2, in Hildesheim. Die Veranstaltung dauert bis etwa 14 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 60 Personen begrenzt. Eine verbindliche Anmeldung ist bis Montag, 13. Juli, per E-Mail an kritischeserinnern-hi@gmx.de möglich.
