Hildesheim - Der leuchtend blaue Boden und der Glaskasten fallen sofort ins Auge. Vieles sieht aus wie ein Squash-Court. Doch dieser Platz ist stattdessen rundum von Glaswänden umgeben. Es ist schließlich auch nicht – Squash, sondern Padel. Es ist länger her, dass ich eine Sportart zum ersten Mal ausprobiert habe. Doch jetzt wage ich mal wieder etwas Neues, denn in Hildesheim bietet sich seit kurzem die Möglichkeit, die Trendsportart zu spielen.
Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash, wird deswegen auch oftmals als Padel-Tennis bezeichnet. Am meisten verbreitet ist es in Spanien und Südamerika, aber inzwischen schwappt die Welle auch Richtung Österreich und Deutschland. Hierzulande gibt es bereits eine – wenn auch kleine – German-Padel-Tour, wo sich die besten Spieler Deutschlands messen.
Zwei neue Plätze bei Eintracht Hildesheim
Eintracht Hildesheim hat sich auf seine Sportanlage An den Sportplätzen zwei mobile Padelcourts bauen lassen. Und ich durfte die neuen Courts testen. An meiner Seite sind die Eintracht-Mitarbeiter Lukas, Edgard und Pascal. Als die drei fragen, ob ich Erfahrung mit Padel hätte, verneine ich. „Aber ich habe mal Tennis gespielt“, entgegne ich. Wie sich später herausstellen soll, hilft das ein wenig.
Das Trio erklärt mir im Schnellverfahren die Regeln und das Prinzip des Spiels. „Der Ball darf nicht ohne auf dem Boden aufzukommen die Scheiben berühren“, sagt Pascal. „Und der Aufschlag muss von unten ausgeführt werden und diagonal gespielt werden.“ Klingt eigentlich simpel, denke ich mir – bis ich den ersten Ball spiele und er direkt an die hintere Scheibe fliegt. „Kraft hat der Mann“, ruft Lukas über den Court.
Das rechteckige Spielfeld hat die Maße von 10 mal 20 Metern. Also eigentlich eine gute Länge, um nicht gegen die Scheibe zu schlagen, sondern den Ball zunächst auf den Boden zu bringen. Der Untergrund besteht im Übrigen aus Kunstrasen, der mit Quarzsand verfüllt wurde. Drei bis vier Meter hohe Gitter- beziehungsweise zehn Zentimeter dicke, verhärtete Glaswände umranden das Spielfeld.
Die Wände des Padel-Courts werden (ähnlich wie beim Squash) aktiv in das Spiel mit einbezogen. Auch das probiere ich direkt mal und muss feststellen, dafür benötigt es eine ordentliche Schlaghärte, denn sonst landet der Ball nicht auf der gegnerischen Seite, sondern auf der eigenen oder im Netz, das das Feld in der Mitte trennt.
Möglich im Einzel, aber auch Doppel
Gespielt werden kann Padel im Einzel, aber auch im Doppel. Mit den drei Eintracht-Jungs merke ich aber schnell, wie hoch der Spaßfaktor im Doppel ist. Nach ein paar Minuten des Einspiels wage ich mich an Ballwechsel um Punkte.
Schon beim Aufschlag ist aber Konzentration gefragt – sonst droht eine Fehlaufschlag, aber immerhin hat man zwei Versuche. Der zweite Aufschlag kommt und auch den Return von Edgard kann ich spielen und mache gleich meinen ersten Punkt – 15:0. Gezählt wird wie im Tennis. Das bedeutet auch: ein Satz geht bis sechs und zwei Gewinnsätze bedeuten den Sieg im Match.
Man kommt definitiv ins Schwitzen
Zum Test spiele ich mit Lukas, Pascal und Edgard immer nur kurze Sätze um zwei Punkte. Und siehe da, ich finde schnell einen Rhythmus, merke dass meine Tennis-Vergangenheit tatsächlich hilft. Aber auch sonst finde ich: Padel ist schnell zu verinnerlichen und zu begreifen, der Spaßfaktor enorm hoch.
Keine Frage: Man kommt definitiv ins Schwitzen. Die 60 Minuten, die ich mit den drei Einträchtlern auf dem Court verbringe, merke ich deutlich. Ein bisschen Ausdauer und Spielverständnis schadet also nicht. Aber auch, wer noch nie einen Schläger in der Hand hatte, kann schnell ein Gefühl für das Spiel bekommen.
100.000 Euro-Invest von Eintracht
Für die beiden Bürger-Sport-Padel-Courts hat Eintracht Hildesheim rund 100.000 Euro investiert. Unterstützung gab es seitens Förderer, Fans und Freunden sowie vom Kreis- und Landessportbund und der öffentlichen Hand.
Über ein Buchungssystem können sich Spieler bestimmte Zeiten reservieren. Täglich von 8 bis 22 Uhr und am Wochenende von 10 bis 20 Uhr kann gespielt werden. Jeder Court ist mit einer eigenen, modernen Flutlichtanlage ausgestattet. Schläger und Bälle können ebenfalls ausgeliehen werden.
Keine Frage: Man kommt definitiv ins Schwitzen. Die 60 Minuten, die ich mit den drei Einträchtlern auf dem Court verbringe, merke ich deutlich. Ein bisschen Ausdauer und Spielverständnis schadet also nicht. Aber auch, wer noch nie einen Schläger in der Hand hatte, kann schnell ein Gefühl für das Spiel bekommen.
Für die beiden Bürger-Sport-Padel-Courts hat Eintracht Hildesheim rund 100.000 Euro investiert. Unterstützung gab es seitens Förderer, Fans und Freunden sowie vom Kreis- und Landessportbund und der öffentlichen Hand.
Über ein Buchungssystem können sich Spieler bestimmte Zeiten reservieren. Täglich von 8 bis 22 Uhr und am Wochenende von 10 bis 20 Uhr kann gespielt werden. Jeder Court ist mit einer eigenen, modernen Flutlichtanlage ausgestattet. Schläger und Bälle können ebenfalls ausgeliehen werden.
Motivierte Padel-Trainer veranstalten künftig regelmäßig vereinsunabhängige Turniere und Workshops. Bereits im Jahr 2025 wird es die 1.Hildesheimer Open im Padel geben.



