Mehrum/Hohenhameln - Mit einer ganz neuen Preisstruktur und veränderten Öffnungszeiten will die Gemeinde Hohenhameln versuchen, die Besucherzahlen im Hallenbad im Ortsteil Mehrum zu steigern. Das hat der Gemeinderat am Donnerstagabend auf Antrag der SPD bei einer Gegenstimme von Heiner Goldbeck beschlossen. Die neuen Regeln sollen vom 1. September nächsten Jahres an gelten.
Fortschritt in Baugebieten
So soll jetzt ein Frühschwimmertarif von 6.30 bis 8 Uhr für 2 Euro angeboten werden. Nach der Sanierung gibt es einen Jahrestarif für 180 Euro sowie ein Monatstarif von 30 Euro im Monat pro Person. Familien zahlen 250 Euro im Jahr. Kinder bis zu drei Jahren können kostenlos baden. Bisher gab es lediglich einen Tagestarif für Erwachsene für 4,50 Euro, Kinder – auch unter drei Jahren – zahlten 2 Euro. Zudem gab es bislang Zehnerkarten. Insgesamt sollen häufige Besuche für Familien dadurch günstiger werden. Auch soll das Bad künftig sonntags bis 20 Uhr statt wie bisher bis 13 Uhr öffnen. Ein Antrag der CDU zur Erstellung eines Nutzungskonzeptes für das Hallenbad an ein Planungsbüro wurde vorerst zurückgestellt.
Die Eigentümer des dritten Abschnittes im Baugebietes „Harzblick II“ in Clauen und des zweiten Bauabschnittes im Baugebiet „An der Beeke“ in Soßmar können sich über einen Beschluss des Gemeinderates freuen. Einstimmig hat das Gremium den Endausbau der öffentlichen Flächen abgesegnet. In Clauen sind die Straßen „Kleiner Brocken“ und „Langenberg“ betroffen. In Soßmar sind es die Straßen „Am Wasserhaus“ und der „Unislawer Weg“. Alle diese Straßen sollen mit einem heidebraunes Pflaster ausgebaut werden. Die Kosten in Clauen sind mit 600.000 Euro und in Soßmar mit 350.000 Euro veranschlagt.
Geld für Oedelumer Windräder
Einmütig stimmte der Rat dem für den Beitritt der Gemeinde zur Gesellschaft für kommunale Immobilien Hildesheim (GKHi). Die Tochtergesellschaft der kwg Hildesheim baut unter anderem Kitas und andere öffentliche Gebäude. Hohenhameln steuert eine Einlage von 5000 Euro zum Stammkapital sowie eine Beteiligung am Eigenkapital in Höhe von 73.000 Euro bei.
Geld erhält die Gemeinde künftig von der Firma RWE Mistral als Betreiber zweier Windräder auf dem Gebiet der Ortschaft Oedelum (Gemeinde Schellerten). Weil die Anlagen weniger als zweieinhalb Kilometer von der Gemeindegrenze entfernt stehen, zählt Hohenhameln als „betroffene Kommune“ und bekommt künftig einen Anteil von den 0,2 Cent pro Kilowattstunde, die die Betreiber an solche Gemeinden bezahlen.
Neuer Fachbereich im Rathaus
Zuvor hatte Semper mitgeteilt, dass es ab Januar eine Veränderung in der Verwaltungsstruktur geben soll. Dann werde ein neuer Fachbereich „Ordnung und Soziales“ gebildet. Als künftige Fachbereichsleiterin stellte sich die 50-jährige Andrea Buhndorf vor, die von der Stadt Lehrte nach Hohenhameln wechselt.
Als zweiter stellvertretender Gemeindebrandmeister wurde Oliver Sander aus Mehrum für eine weitere sechsjährige Amtszeit verpflichtet. Zudem übernimmt sie Gemeinde ein Katastropenschutz-Löschfahrzeug vom Landkreis Peine. Dafür hat dieser 430.000 Euro investiert. Dafür will die Gemeinde nun einen Gerätewagen Logistik für die Ortfeuerwehr Hohenhameln beschaffen, der rund 300.000 Euro kostet.
Bald „kinderfreundlich“?
Auch der Aufstellung und Umsetzung des Aktionsplanes „Kinderfreundliche Kommune“ stimmte der Rat einmütig zu. Dafür stehen 30.000 Euro zur Verfügung. Erfreut nahm der Rat den Jahresabschluss 2021 zur Kenntnis, der einen Überschuss von rund 188.000 Euro ausweist.
Von Hans-Theo Wiechens
