Grüne, SPD, FDP und Linke einigen sich

Neuer Ortsbürgermeister für Hildesheims Stadtmitte/Neustadt: Mehrheit steht

Hildesheim - Der Hildesheimer Stadtteil Stadtmitte/Neustadt braucht nach dem Rücktritt von Marcus Hollenbach einen neuen Ortsbürgermeister. Nun zeichnet sich ab, wer das Amt übernimmt.

Der Hildesheimer SPD-Politiker Tobias Eckardt – das Bild zeigt ihn bei einer Parteiveranstaltung kürzlich. Foto: Julia Moras

Hildesheim - Der SPD-Vertreter Tobias Eckardt soll Ortsbürgermeister für die Stadtmitte und die Neustadt werden – darauf haben sich Grüne, Sozialdemokraten, die FDP und die Linke verständigt, wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung hervorgeht.

Die Wahl des 48-Jährigen ist für den 4. Mai vorgesehen. Der bisherige Ortsbürgermeister Marcus Hollenbach hatte jüngst aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Er war bei der Kommunalwahl als Parteiloser für die Grünen angetreten, sie holten die meisten Stimmen und haben mit drei Mandaten eines mehr als die SPD.

Grüner findet: Richtige Personwichtiger als der Parteiproporz

Gleichwohl unterstütze man Eckardt, sagt der Grüne Yannik Kolmer: Wichtiger als der Parteienproporz sei die Persönlichkeit, die den Ortsrat nach außen vertrete. Eckardt werde als Ortsbürgermeister die Idee fortsetzen, die Politik an den Bedürfnissen des gesamten Stadtteils auszurichten, meint die Grüne Doris Wendt. FDP-Vertreter Henner Lenfers erklärt, er kenne Eckardt seit Jahren aus der Initiative Neustadt (deren Vorsitzender Eckardt ist): „Ich weiß, welche Qualitäten er hat.“

Auch der Linke Louis Garrelts freut sich, dass die Nachfolge schnell geklärt wurde und Eckardt Ortsbürgermeister wird. „Es war allen Beteiligten wichtig, dass jemand das Amt übernimmt, der sowohl politisch als auch menschlich die Idee eines neuen Miteinanders im Ortsrat fortführt“, betont SPD-Vertreter Lukas Keller.

CDU kann sich von ihren Hoffnungen verabschieden

Eckardt sagt, er freue sich über den Zuspruch. Der Ortsrat könne nun zu seiner Kernaufgabe zurückkommen und sich um die Angelegenheiten des Stadtteils kümmern. Das funktioniere aber nur, „wenn wir über die Parteigrenzen hinweg dazu in der Lage sind, konstruktiv und respektvoll miteinander umzugehen“.

Die CDU, die wie die Grünen drei Sitze im Ortsrat hat, schlägt ihren Fraktionschef Constantin Janzen als Ortsbürgermeister vor. Dessen Hoffnung, gewählt zu werden, dürfte sich mit der Erklärung von Grünen, SPD, FDP und Linken erledigt haben. Das elfte Mandat im Ortsrat hat der Unabhängige Axel Kreßmann.

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