Hildesheim - Der 22. März 1945 ist für Hildesheim ein Schicksalstag. Um an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg zu erinnern, setzt das Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) auf eine spektakuläre Video-Installation. Besucher sitzen dabei virtuell in einem Bomber und harren in einem Schutzbunker aus.
Doch genau dieses emotionale und effektreiche Konzept steht nun massiv in der Kritik: In einem offenen Brief werfen Kritiker dem Museum vor, die Geschichte unsauber darzustellen und durch den Fokus auf das Leid einer einzigen Familie die Täterperspektive sowie andere Opfergruppen auszublenden.
Was genau in dem fünfseitigen Schreiben steht, wie sich die Museumsdirektion gegen die Vorwürfe wehrt, und wo die Grenzen moderner Erinnerungskultur liegen, weiß HAZ-Redakteur Björn Stöckemann. Ole Klein hat ihn für die neue Folge von „HAZ gehört – Thema der Woche“ befragt. Die aktuelle Folge gibt es wie alle bisher erschienenen direkt im Audioplayer auf der Webseite der HAZ und bei allen gängigen Streamingplattformen wie Spotify.
