Coronavirus

Neue Corona-Verordnung: Das ändert sich ab Samstag in Niedersachsen

Hannover/Kreis Hildesheim - Aus der „Weihnachtsruhe“ wird die „Winterruhe“ – mit einigen Anpassungen. Die Übersicht über die Änderungen, die ab Samstag in Niedersachsen greifen.

Die geltenden Corona-Regeln für Niedersachsen werden mit kleinen Anpassungen verlängert. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hannover/Kreis Hildesheim - Aus der „Weihnachtsruhe“ wird in Niedersachsen die „Winterruhe“ – doch das ist nicht die einzige Veränderung, die mit der von Samstag an gültigen neuen Corona-Verordnung für das Bundesland in Kraft tritt. Im Wesentlichen werden zwar die bestehenden Vorgaben bis zum 2. Februar verlängert, die bereits seit dem 27. Dezember bestehen. Doch es gibt einige Anpassungen. Und: Schon vor Februar könnte es angesichts steigender Inzidenzen durch die Ausbreitung der Omikron-Variante weitere Verschärfungen geben.

Private Treffen

Bislang galt sowohl bei Treffen von Geimpften oder Genesenen (maximal zehn Personen) sowie unter Beteiligung von Ungeimpften (Maximal ein Haushalt plus zwei Personen aus einem weiteren Haushalt): Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgezählt, dürfen also unbegrenzt dabei sein. Das Alter wird nun um ein Jahr herabgesetzt, künftig werden nur noch Kinder bis einschließlich 13 Jahren nicht mitgezählt. Damit will das Land eine Angleichung an andere Vorgaben erreichen, bei denen ebenfalls 13 das Höchstalter für Ausnahmen ist – beispielsweise die FFP2-Maskenpflicht. Unverändert gelten hingegen jegliche 2G- und 2G-Plus-Regeln erst für Personen ab 18 Jahren.

Schulen

Bis Ende des Monats müssen Schülerinnen und Schüler von Montag bis Freitag täglich auf das Coronavirus getestet werden, nicht wie üblich an drei Tagen in der Woche. Doppelt geimpfte sowie seit maximal sechs Monaten genesene Kinder und Jugendliche bleiben von der Pflicht befreit, das Land bittet sie aber, sich trotzdem zu testen.



Kundgebungen

Für Versammlungen unter freiem Himmel gilt nun landesweit unabhängig von Ort und Uhrzeit die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Bislang hatten Städte und Landkreise auch in und um Hildesheim dies über eigene Allgemeinverfügungen geregelt, nun gilt es landeseinheitlich.

Trauerfeiern

Das Land stellt klar, dass es auch bei nichtkirchlichen Trauerfeiern und beim Gang zum Grab keine Beschränkungen der Zahl derer, die dafür zusammenkommen, gibt. Stattdessen herrscht die 3-G-Pflicht. Für anschließende Treffen in Restaurants oder Cafés gelten aber wieder die Kontaktbeschränkungen auf maximal zehn doppelt geimpfte oder seit maximal sechs Monaten genesene Teilnehmer.


Coronavirus im Kreis Hildesheim: Alle Informationen auf einen Blick


Politik

Die Beschränkung von Veranstaltungen auf maximal 500 Teilnehmer gilt nicht für politische Zusammenkünfte wie die Aufstellung von Kandidatenlisten für die Landtagswahl in diesem Jahr. Solche Parteitage und Versammlungen sollen ohne Beschränkung im gewohnten Maß und in Präsenz stattfinden können.

Quarantäne

Die Quarantäne-Regeln sollen sich in Kürze ebenfalls ändern, unter anderem können Kontaktpersonen dann schneller aus der Isolation entlassen werden. Dies wird aber nicht in der Corona-Verordnung, sondern in der „Absonderungs-Verordnung“ des Landes geregelt – und diese ist noch nicht aktualisiert worden. Damit gelten vorerst die bisherigen Regeln weiter.

Lokale Regelungen

Landkreise können schärfere Regeln für ihre Gebiete festlegen, als in der Landesverordnung vorgesehen. Davon macht aktuell die Region Hannover Gebrauch.

  • Region
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel