Hildesheim - Ab Januar 2027 startet in Hildesheim der Dolmetschdienst Hi-Dol von Asyl e. V., der Sprachbarrieren zum Beispiel bei Terminen in Kitas, Schulen oder Behörden überwinden soll. Dafür werden noch Ehrenamtliche gesucht.
„Im Stadtgebiet Hildesheim leben Personen aus 148 verschiedenen Staaten, was eine große Sprachenvielfalt mit sich bringt“, heißt es aus dem Rathaus. Der neue Dolmetschdienst ist einer von mehreren Bausteinen des Projektes „Vielfalt Erleben 2.0“. Die Stadt Hildesheim hatte über den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds insgesamt knapp vier Millionen Euro für mehr Chancengleichheit in der Bildung eingeworben. Dieses Geld fließt nun zum Teil in Hi-Dol.
Offen für alle Sprachen
Neben den Ehrenamtlichen wird es auch bezahlte Dolmetscher geben. Vier geringfügig Beschäftigte sollen die Sprachen Arabisch, Französisch, Ukrainisch, Russisch und Kurdisch abdecken. Wer das Team ehrenamtlich ergänzen will, muss Deutsch und mindestens eine andere Sprache auf dem Niveau B2 beherrschen. „Wir sind aktuell offen für alle Sprachen“, sagt Reimer Glück, Koordinator bei Asyl e. V.
Bevor die Freiwilligen ihre ersten Einsätze haben, erhalten sie im November eine 60-stündige Fortbildung, um sie auf ihre Rolle vorzubereiten und die rechtlichen Grundlagen zu klären. Interessierte erreichen Glück unter glueck@asyl-ev.de oder per Telefon unter 0155 / 63 16 62 86.
