Nächtlicher Einkauf

Neues Konzept, neuer Name: Das ändert sich beim Hildesheimer Light-Night-Shopping

Hildesheim - Wer will, kann auch in diesem Jahr wieder eine Nacht lang in Hildesheims Innenstadt einkaufen. Allerdings haben die Veranstalter den Namen verändert – und das Konzept.

Beim Light-Night-Shopping im vergangenen Jahr waren viele Innenstadt-Geschäfte, wie hier Adamski im Hohen Weg, noch üppig angestrahlt. Foto: Julia Moras

Hildesheim - Eine hell erleuchtete Innenstadt, kräftige Strahler, die komplette Häuserfassaden der Innenstadt farbenfroh in Szene setzen – all das soll beim nächtlichen Einkaufserlebnis am 28. Oktober so nicht mehr der Fall sein. Die Freundlichen Hildesheimer und Hildesheim Marketing haben sich vom Konzept und im selben Zug vom Namen der vergangenen Jahre verabschiedet: Aus Light-Night-Shopping wird in diesem Jahr erstmals Hi-Light-Shopping.

Naheliegend war dieser Schritt vor allem wegen der steigenden Energiekosten und der Bitte der Bundesregierung, sich wo es geht sparsam zu verhalten. „Das hat uns noch den letzten Schubs gegeben“, sagt Hildesheim-Marketing-Chef Fritz Ahrberg. Tatsächlich grübele man aber schon länger über ein neues Format mit reichlich Licht, aber eben auch Kleinkunst und Kultur, die das Einkaufen an jenem späten Tag flankieren. Ob das funktioniert, können die Hildesheimer erstmals am 28. Oktober, von 18 bis 23 Uhr, überprüfen.

Nicht nur offene Geschäfte

Wie beim Light-Night-Shopping haben die Geschäfte bis eine Stunde vor Mitternacht geöffnet – allerdings finden Besucherinnen und Besucher jetzt zahlreiche Darbietungen, kleinere Illuminationen und Mitmach-Aktionen, bei denen Passanten zum Beispiel die Möglichkeit haben, selbst Teil von größeren, spielerischen Lichtinstallationen zu werden.

Neu ist, dass erstmals auch die Bernwardstraße und der Angoulêmeplatz eingebunden werden. Auf dem zentralen Platz soll es unter anderem einen 18 mal 3 Meter großen erleuchteten Schriftzug „I love Hildesheim“ geben, der sich – so die Hoffnung der Veranstalter – zu einem beliebten Fotomotiv mausern soll. Am Angoulêmeplatz finden Besucherinnen und Besucher auch einen illuminierten, acht Meter hohen Turm, den man erklimmen kann.

Zauberwort: Leuchtdioden

Setzten die Light-Night-Veranstaltungen vor allem auf energiefressende Strahler, heißt das aktuelle Zauberwort: Leuchtdioden. „Natürlich wird es auch andere Lampen geben, aber wir setzen vor allem auf LEDs“, sagt Claas Schindler, Vorsitzender der Kaufmannschaft Freundliche Hildesheimer. Das helfe dabei, Energie zu sparen. Auf die großen Airlights, luftgefüllte und illuminierte Objekte, wollen die Veranstalter in diesem Jahr ganz verzichten. Sie seien in den Vorjahren immer große Energiefresser gewesen. „Wir hoffen, dass viele Geschäfte mitmachen“, sagt Schindler. Von vielen Traditionsgeschäften in Hildesheim gebe es bereits Zusagen. Schwierig ist es wie in den Vorjahren mit den Filialisten. Weil sie oft keinen echten Hildesheim-Bezug hätten, beteiligten sich viele nicht. „Aber wir können natürlich auch niemanden zwingen“, sagt Schindler.

Couponheft erhältlich

Wer am 28. Oktober in die Innenstadt kommt, soll neben LED-Beleuchtungen einen bunten Mix aus Kleinkunst, Livemusik und Sonderaktionen der teilnehmenden Händlerinnen und Händler vorfinden. Erstmals wird es ein HI-Light-Shopping-Couponheft geben, in dem sich viele Geschäfte vorstellen und Rabattaktionen für den Abend anbieten.

Das Couponheft liegt ab dem 21. Oktober in ausgewählten Geschäften in der Innenstadt sowie am Marktplatz in der Tourist Information aus und wird am Abend der Veranstaltung auch an mehreren Stellen verteilt. Unter www.hildesheim-tourismus.de/hi-light-shopping steht es zudem als PDF zum Download bereit. Die Gutscheine und Rabattaktionen aus dem Couponheft gelten nur am 28. Oktober.

Livemusik auf dem Programm

Auf dem Marktplatz soll es Livemusik geben. Hinter dem Rathaus auf dem Platz An der Lilie wartet eine Mitmach-Aktion auf die Besucherinnen und Besucher: Hier können Groß und Klein mit an Schnüren befestigten Leuchtbällen, sogenannten LED Poi, spielen und Teil einer Lichtinszenierung werden. Das sogenannte „Light Painting“ sei nicht nur für das Auge ein Highlight, sondern soll auch auf Fotos gut zur Geltung kommen, werben die Veranstalter.

In der Almsstraße an der Ecke zur Wallstraße fährt der Verein Lichterfahrten mit verschiedenen US-Fahrzeugen auf. Unter anderem sind Quads, Fahrzeuge und Motorräder ausgestellt. Am Stand des Vereins können verschiedene Leuchtartikel wie leuchtende Feuerwehrhelme für Kinder und Lichterstäbe erworben werden. Der Erlös kommt dem Verein Regenbogen zugute, der sich für krebskranke Kinder und deren Angehörige einsetzt. Inmitten des Trubels sind außerdem überall in den Quartieren Lichtgestalten von Ars Saltandi und Theater Hochkant unterwegs.

Einen Blick auf die illuminierten Innenstadtquartiere aus der Vogelperspektive bietet ab 11 Uhr ein Aufstieg auf den St.-Andreaskirchturm. Letzter Einlass ist um 22 Uhr. Die Nord-Fassade der St. Andreaskirche bespielt zudem der Künstler Daniel Freymüller. Die projizierten Animationen entstehen live vor Ort und widmen sich dem Spannungsfeld zwischen Comics und abstrakter Malerei.

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