Corona-Pandemie

Niedersachsens Regierungschef Weil für längeren Lockdown

Hannover - Vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin spricht sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für eine Verlängerung des Lockdowns aus.

Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hannover - Vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin spricht sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für eine Verlängerung des Lockdowns aus.

Bei dem Treffen an diesem Mittwoch rechne er mit Einigkeit in einer Schlüsselfrage: „Wir kommen nicht umhin, den Lockdown noch einmal zu verlängern. Das ist angesichts des immer noch hohen Infektionsgeschehens und der Mutationen zwingend“, sagte Weil der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“.

Beratungen am Mittwoch

Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten wollen am Mittwoch über weitere Coronamaßnahmen nach dem 15. Februar beraten. Dann sollen auch erstmals belastbare Daten über die Verbreitung der Virusmutationen in Deutschland vorliegen.



Weil sagte, er wolle in der Runde auch Einigkeit über den weiteren Fahrplan für Lockerungen oder Verschärfungen erzielen. Er wünsche sich, dass „wir uns möglichst bis Ende Februar darüber verständigen können, von welchen Kennziffern und Kriterien dann spätere Entscheidungen abhängig gemacht werden können.“

„Auch die Mutationen bedenken“

„Dabei müssen wir auch die Mutationen bedenken, die deutlich ansteckender sind als das Original.“ Nötig sei ein gemeinsames Konzept. „An den Lockerungswettbewerb im vergangenen Jahr habe ich sehr unschöne Erinnerungen - eine Wiederholung wäre überaus schädlich“, sagte er.

Die niedersächsische Regierung hat selbst einen Stufenplan für Lockerungen als Vorschlag erarbeitet.

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