Bei Hempens unterm Sofa

Niemand ist vollkommen – Nobody is perfekt!

Hildesheim - Wiedersehen mit einem Filmklassiker und dessen weisen, überraschendem Ende.

Auf Hempens Sofa kann man herrlich Filme gucken, auch ganz alte. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Die letzten Sekunden des Films. Ein Mann steuert ein Auto, neben ihm auf dem Beifahrersitz ein als Frau verkleideter Mann. Der Fahrer ist schwer verliebt und möchte den Menschen neben sich für immer an seiner Seite haben. Der versucht aus der Nummer herauszukommen, mit immer neuen Argumenten, aber keines lässt der Verliebte gelten. Schließlich reißt sich der Verkleidete die Perücke vom Kopf und sagt laut: „Ich bin ein Mann.“ Und der Verliebte? „Niemand ist vollkommen“.

Streifen aus dem Jahr 1959

Der Schwarz-Weiß-Streifen „Manche mögen’s heiß“ stammt aus dem Jahr 1959, Billy Wilder schrieb am Buch mit, übernahm auch Regie und Produktion. In den Hauptrollen sind Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon zu sehen. Als ich neulich eine Woche frei hatte, platzierte ich mich auf Hempens Sofa und schaute mir die olle Kamelle an. Bewunderte die Schönheit von Marylin, staunte über die gewagten Dekolletees ihrer Kleider, genoss einfach die leichte Unterhaltung – bis zum Schluss. Was für ein cooles Ende ist das denn bitte schön? So hatte ich den Film nicht gar mehr in Erinnerung. Umso mehr freute ich mich.

Auf Platz 1

Wussten Sie, liebe Leserinnen und Leser, dass das American Film Institute den Film im Jahr 2000 auf Platz 1 der 100 besten amerikanischen Filmkomödien aller Zeiten wählte? Bei einer BBC-Umfrage unter 253 Filmkritikern aus 52 Ländern wurde der Streifen sogar zur besten Komödie der Filmgeschichte auf den ersten Platz gewählt. Wie, Sie erinnern sich nicht mehr recht an die Komödie? Haben „Manche mögen’s heiß“ noch nie gesehen? Was soll’s: Nobody is perfekt. Steht übrigens auch auf dem Grabstein von Billy Wilder.

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