Hildesheim - Entspannt die Sonne und Wärme genießen, vielleicht mit einem Eis in der Hand, und dabei direkt am Wasser sitzen: Genau das soll am Hohnsensee möglich sein – und vielleicht sogar schon in diesem Sommer. Der Verein Hildesheim blüht auf um den Vorsitzenden Matthias Jung möchte dort noch in diesem Jahr einen Steg bauen. „Das ist für uns ein Herzensprojekt.“
Geplant ist, den möglichst barrierearmen Steg – inklusive vorgesetzter Terrasse – nahe des Ahoi-Parkplatzes zu bauen, sagt Jung. Einen Bauantrag muss der Verein nicht stellen, lediglich ein sogenannter wasserrechtlicher Antrag muss noch erstellt werden. Jung schätzt die Gesamtkosten aktuell auf 40.000 Euro, mehr als die Hälfte des Geldes wird der Verein aus Eigenmitteln beisteuern, der Rest soll über Spenden zusammenkommen. „Wir würden es sehr schön finden, wenn sich die Hildesheimerinnen und Hildesheimer an dem Projekt beteiligen und ihren Anteil dazu beitragen.“ Schließlich habe der Hohnsensee ein „Wahnsinns-Potenzial“, so Jung. Und mit einem Steg hätten Spaziergänger endlich die Möglichkeit, direkt am Wasser sitzen zu können – einen Einstieg wird es aber nicht geben. Gebaut und finanziert wird das Vorhaben vom Verein. Der wiederum wird den Steg später der Stadt schenken, wegen möglicher Wartungen und der Verkehrssicherungspflicht. Der Verein habe die Stadt bei allen Planungen bereits mit ins Boot geholt. „Und wir haben viel positives Feedback bekommen.“ Ebenso wie vom Team des benachbarten Ahoi-Restaurants.
Nur ein geringerer Eingriff in die Natur
Ziel des Vereins ist es, den öffentlichen Steg noch in diesem Sommer zu bauen. Stützpfeiler werden dafür übrigens nicht ins Wasser gesetzt. Bei dem geplanten Schwimmsteg kommen sogenannte Pontons zum Einsatz, die mit holzartigen Paneelen verkleidet werden – für eine schönere Optik. Die Konstruktion ist laut Jung „wartungsarm“ und „eisfest“ und könnte daher das ganze Jahr über stehen bleiben. Bei der Bauweise sei zudem der Eingriff in die Natur – anders als etwa bei Pfeilern im Wasser – minimal: „Wir werden kein Grün verdecken“. Lediglich Fundamente müssten für den Schwimmsteg erstellt werden. Die Bauzeit könnte bei rund sechs Wochen liegen, die ersten Angebote hat der Verein bereits eingeholt.
„Wir wollen nicht wieder Jahre warten, sondern jetzt dort anfangen“
Neu ist die Idee nicht: Vor rund sechs Jahren habe der Verein bereits angefangen, Ideen für die Aufwertung des Geländes am Hohnsensee zu sammeln. Mit dem Konzept sei der Verein auch an die Stadt herangetreten, um die Vorschläge gemeinsam zusammenzutragen, so Jung. Doch wie vor Kurzem bekannt wurde, muss die Stadt ihr Sanierungsprogramm für die Grünanlagen kürzen, weil das Land die Zuschüsse gekürzt hat – was vor allem den Hohnsensee betrifft.
Sehr zur Enttäuschung des Vereins. „Wir wollen nicht wieder Jahre warten, sondern jetzt dort anfangen“, betont Jung. „Und wer weiß, wenn wir jetzt den ersten Stein werfen, könnte das für künftige Förderprogramme vielleicht sogar gut sein.“
Wer Geld für den Steg spenden möchte, findet online auf der Seite www.hildesheim-blueht-auf.de weitere Infos dazu.


