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Nordstemmer Freibad öffnet nach Sanierung noch in diesem Jahr – aber nur für ein paar Wochen

Nordstemmen - Das Nordstemmer Freibad wird derzeit saniert. Die Freigabe hatte sich immer wieder verzögert. Nun soll das Bad in diesem Jahr wiedereröffnet werden – allerdings nur für wenige Wochen. Das sind die Gründe.

Eine Stahlplatte wird in das Becken gehievt, während ein Arbeiter bereits Schweißpunkte setzt. Foto: Sebastian Knoppik

Nordstemmen - Sechs Millionen Euro investiert die Gemeinde Nordstemmen derzeit in die Sanierung ihres Freibads, das im Jahr 1956 erbaut wurde. Herzstück des Projekts ist die Erneuerung des Beckens, das nicht mehr gefliest, sondern mit Edelstahlplatten ausgekleidet sein wird. Aber auch die komplette Technik des Bads wird erneuert.

Die Arbeiten laufen seit Ende der Saison 2023. Ursprünglich sollte das Bad zum regulären Saisonbeginn in diesem Jahr, also zum 1. Mai, eröffnet werden. Doch unter anderem wegen des regnerischen Wetters im vergangenen Jahre kam es zu einer dreimonatigen Verzögerung. Zwischenzeitlich sollte das Freibad dann im Sommer eröffnet werden. Doch auch dieses Ziel kann die Gemeindeverwaltung nicht halten.

Arbeiten am Becken bis Mitte Juli

Derzeit sind Arbeiter dabei, die Stahlplatten im Becken zu positionieren. In zwei Wochen wird dann damit begonnen, die einzelnen Elemente miteinander zu verschweißen. Parallel werden die Leitungsanschlüsse rund um das Becken verlegt und der dafür freigelegte Graben anschließend wieder mit Erde gefüllt. Insgesamt werden die Arbeiten am Becken nach Angaben von Bürgermeisterin Nicole Dombrowksi voraussichtlich noch bis Mitte Juli dauern. Im Anschluss müssen dann noch die neuen Pumpen, Kompressoren und weiteren technischen Anlagen angeschlossen und eingerichtet werden.

Und wann sind die Arbeiten abgeschlossen? „Eine Prognose abzugeben, ist schwierig“, sagte Dombrowski am Dienstag bei einem Ortstermin im Schwimmbad. „Wir glauben, dass es in den Sommerferien nicht möglich ist.“ Sie will daher dem Gemeinderat vorschlagen, das Freibad in diesem Jahr nur noch für vier bis sechs Wochen zu öffnen. Das Personal muss die neue Technik nämlich sowieso einem umfangreichen Probelauf unterziehen. Und das soll unter möglichst realen Bedingungen passieren – mit Badegästen.

Saison von MItte August bis Ende Semtember

Die Mini-Badesaison soll voraussichtlich von Mitte August bis Ende September dauern. Allerdings wird dann noch nicht alles komplett fertig sein im Nordstemmer Bad. So werden voraussichtlich die Brücke über dem Nichtschwimmerbereich ebenso wie die neue Rutsche noch länger auf sich warten lassen. Auch die Außenanlagen können voraussichtlich erst später fertiggestellt werden.

Daher soll es auch einen deutlich vergünstigten Eintritt geben. Kinder zahlen in dieser Zeit einen Euro, Erwachsene zwei Euro. Die regulären Preise betragen 4,40 Euro und 2,00 Euro. Dauer- oder Abendkarten wird es während der provisorischen Badöffnung nicht geben. Auch Schwimm- und Bewegungskurse wird es noch nicht geben.

Politik muss entscheiden

Ob die Pläne tatsächlich so umgesetzt werden, hängt aber nun noch von der Politik ab. „Das entscheidet der Rat“, betont Dombrowski. Und zwar in der Sitzung am 24. Juni. Zuvor wird der zuständige Fachausschuss bereits am 27. Mai über das Thema beraten. Nicht ausgeschlossen ist, dass sich die Arbeiten noch weiter verzögern und das Bad in diesem Jahr gar nicht mehr öffnen kann, wie Dombrowskis allgemeiner Vertreter Marcus Tischbier einräumt: „Das Risiko besteht.“

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