Impfstoff auf Proteinbasis

Novavax-Sonderimpftermin in Sarstedt, Alfeld und Hildesheim

Sarstedt/Alfeld/Hildesheim - Eine neue Chance für die Menschen, die den mRNA-Impfstoffen gegen Corona bisher nicht vertrauen: Am Dienstag, 8. März, wird das neue Vakzin angeboten.

In Sarstedt, Alfeld und Hildesheim-Nord wird heute das neuen Vakzin des US-Herstellers Novavax gespritzt. Foto: Julia Moras

Sarstedt/Alfeld/Hildesheim - In Sarstedt, Alfeld und Hildesheim können sich am Dienstag, 8. März, alle Interessierten mit dem neuen Vakzin des US-Herstellers Novavax impfen lassen. Der Landkreis Hildesheim lädt zu dieser Sonderaktion von 9 bis 16 Uhr in das Sarstedter Impfzentrum in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße (ehemals Tierklinik Lippegaus) ein. Zeitgleich gibt es das Angebot in der Impfstelle Alfeld, Limmerburg 44 und von 8.30 bis 16 Uhr in Hildesheim-Nord (ehemals Tüpker) Carl-Zeiss-Straße 17.

Neuer Schwung für Kampagne

Von dem Mittel Nuvaxovid erhofft sich der Landkreis neuen Schwung für die Impfkampagne. Denn manche bisherigen Impf-Skeptiker hatten angekündigt, auf diesen Impfstoff warten zu wollen.

Nuvaxovid unterscheidet sich in der Herstellung von den bisher zugelassenen mRNA-Impfstoffen etwa von Pfizer und Moderna: Bei letzteren werden Körperzellen durch Erbgut-Schnipsel angeregt, Spike-Proteine zu bilden, die sodann die Immunantwort provozieren. Beim neuen Impfstoff von Novavax – dieser wurde im Dezember als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen – hingegen werden die Spike-Proteine in Insektenzellen produziert, dort sozusagen geerntet, gereinigt und injiziert.

Für Menschen ab 18 Jahren

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt den Impfstoff für Menschen ab 18 Jahren, ausgenommen sind Schwangere und Stillende. Novavax plant noch bis Ende März eine globale Zulassung des Corona-Impfstoffs für Zwölf- bis 17-Jährige. Wie bei den meisten der anderen Impfstoffe auch werden zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt.

Bei zwei klinischen Untersuchungen traten nach der Impfung mit dem Novavax-Impfstoff überwiegend milde bis moderate und vorübergehende Nebenwirkungen auf, generell öfter nach der zweiten Dosis. Häufig berichtet wurde von einer lokalen Empfindlichkeit und Schmerzen an der Einstichstelle. Auch Kopf- und Muskelschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl und Müdigkeit traten vermehrt auf. Sicherheitsbedenken hinsichtlich schwerer unerwünschter Wirkungen wurden in den Zulassungsstudien laut STIKO nicht festgestellt. Die Datenlage zu „Nuvaxovid“ ist noch limitiert, wie die STIKO anmerkt.

Angemeldet oder Spontan

Studien ergeben für Nuvaxovid eine Wirksamkeit von 89,7 Prozent. In einer englischen Untersuchung erkrankten zehn Geimpfte, allerdings musste keiner von ihnen ins Krankenhaus. Experten rechnen Experten damit, dass der Impfschutz aber schneller abnimmt als bei den mRNA- und Vektor-Impfstoffen.

Anmeldungen telefonisch unter 08 00 / 9 98 86 65 oder online über das Impfportal Niedersachsen. Spontan vorbeikommen ist ebenfalls möglich, gegebenenfalls sind Wartezeiten einzurechnen. Die letzte Impfung erfolgt eine halbe Stunde vor Schließung.

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