Hildesheim - Es war zwar nur eine Formalie. Doch nun ist der Verzicht der Hildesheimer Grünen-Politikerin Rashmi Grashorn auf ihr Landtagsmandat amtlich: Das Parlament hat diesen zum Auftakt der Plenarwoche am Montag gegen 13.30 Uhr einstimmig festgestellt.
Für Grashorn rückt bei den Grünen Nicolas Breer aus dem Emsland nach. Die Region Hildesheim ist damit nur noch mit vier Abgeordneten vertreten: den SPD-Politikern Antonia Hillberg (Hildesheim), Andrea Prell (Alfeld) und Markus Brinkmann (Sarstedt) sowie der CDU-Vertreterin Laura Hopmann (Samtgemeinde Leinebergland). Letztere ist allerdings seit längerem erkrankt, Hopmann fehlte auch bei der Sitzung am Montag.
Grashorn hatte ihren Rückzug bereits am 20. November mit einem Schreiben an Landtagspräsidentin Hanna Naber erklärt; die 35-Jährige gab dafür in einer Pressemitteilung persönliche und gesundheitliche Gründe an. Die Grüne hatte am Wahlabend im Oktober 2022 ein Mandat knapp verpasst, zog aber zwei Monate später als Nachrückerin doch ins Parlament ein. Nun ist ihre Zeit als Abgeordnete bereits nach zwölf Monaten wieder vorbei.
Der Landtag vollziehe die Feststellung eines Mandatsverzichtes traditionell ohne Aussprache, betonte Landtagspräsidentin Naber am Montag. Sie wünsche Grashorn für ihre Zukunft alles erdenklich Gute, sagte die Sozialdemokratin unter dem Beifall vieler Abgeordneter. Grashorn gehört auch dem Ortsrat für die Nordstadt in Hildesheim und dem Stadtrat an; diese Mandate will sie weiter wahrnehmen.
