Sarstedt - Noch lassen die Frühlings- und Sommertemperaturen etwas auf sich warten – die Vorbereitungen für die Badesaison laufen am Heiseder See trotzdem schon. Das Ehepaar Rau, das die Fläche gepachtet hat und bewirtschaftet, steht in den Startlöchern und will – je nach Wetterlage – im Zeitraum um den 1. Mai die Tore öffnen, damit Besucherinnen und Besucher im Badesee am Ende des Fasanengartens schwimmen, auf der Liegewiese entspannen oder im dazugehörigen Restaurant speisen können.
Seit rund vier Wochen trifft Michael Rau bereits Vorkehrungen für den Saisonstart: Das Areal um den See ist vom Laub befreit, der Rasen auf der weitläufigen Liegewiese, die bereits mit Sonnenschirmen bestückt ist, gemäht und die Stühle für die Beachbar sind geputzt. Noch ist die To-do-Liste nicht vollständig abgearbeitet: Rau will am Kinderstrand Sand verteilen, das Holz der Badeinseln streichen, die Sitzmöglichkeiten im Bereich des Spielplatzes aufstellen.
Neue Tresore – obwohl in der jüngeren Vergangenheit keine Diebstähle gemeldet wurden
Letzte Handgriffe will er auch noch im Inneren seines neuen, selbst konstruierten Umkleidehauses in der Größe eines Gartenhäuschens tätigen. Dann können sich die Gäste ungestört nicht nur in den beiden Umkleiden im Hauptgebäude, die in der Winterpause aufgerüstet wurden, sondern auch nahe des Gewässers umziehen. Zusätzlich stehen nahe des Ufers Sitz- und Garderobenbänke bereit.
Neu ist neben dem Umkleidehaus zudem eine Tresorwand. In 32 Hoteltresoren können die Gäste ihre Wertsachen verschließen – und das ohne eine Gebühr zu zahlen. „Das ist ein Service von uns. Solange ein Tresor frei ist, kann man sich einen nehmen“, betont Rau und fügt hinzu, dass es auf dem Areal in den vergangenen Jahren zu keinem Diebstahl gekommen sei. Er und die Badeaufsicht haben nicht nur die Sicherheit der Badegäste im Wasser im Auge, sondern auch die an Land. „Anstand und Benehmen ist hier die Badeordnung“ – darauf legen Julia und Michael Rau Wert; sie achten auf die Einhaltung dieser zwischenmenschlichen Devise auf dem Gelände.
Aufblasbare Rutschen, Stand-Up-Paddling und Basketball
Die Eheleute, die in Wesseln (Bad Salzdetfurth) wohnen, waren in der Winterpause nicht untätig: Sie haben zwei aufblasbare Wasserrutschen für Kinder und größere Badegäste gekauft. Wer nicht rutschen, planschen und im regelmäßig vom Landkreis geprüften Wasser schwimmen mag, kann auf dem Spielplatz Spaß haben, sich Stand-up-Paddling-Boards ausleihen und neuerdings auch Basketball spielen.
Vor fünf Jahren erhielt Julia Rau vonseiten der Stadt Sarstedt den Zuschlag für die Bewirtschaftung von Gastronomie und Badebetrieb. Seitdem begrüßen sie und ihr Mann Gäste aus der ganzen Region. „Der See wird gut angenommen von den Gästen. Wir sind zufrieden“, betont Michael Rau, der gelernter Schwimmmeister ist. Er und seine Frau investierten in den vergangenen Jahren viel Zeit, aber auch Geld und Leidenschaft in den Betrieb des Naturfreibads und der Gastronomie. „Wenn wir uns wohlfühlen, fühlen sich auch die Gäste wohl“, betont Michael Rau, der bis in den September hinein geöffnet haben will. Die Eintrittspreise bleiben ihm zufolge unangetastet: Erwachsene zahlen fünf Euro, Kinder bis 15 Jahre 3,50 Euro. Hansefit-Nutzer haben freien Eintritt. Während der Saison können die Gäste zwischen 9 und 19.30 Uhr ins kühle Nass springen, sich in der Sonne bräunen oder eine Portion Pommes ordern.
