Beliebte Tradition

Osterfeuer in Hildesheim – allein am Jo-Beach kommen am Sonntag über 2000 Menschen zusammen

Hildesheim - An vielen Orten in Hildesheim und Umgebung haben sich Menschen am Wochenende um die traditionellen Osterfeuer versammelt – eines der größten startete am Sonntagabend am Jo-Beach.

Ein großes Osterfeuer am Jo-Beach wird am Sonntagabend angezündet – wahrscheinlich ist es das größte in Hildesheim. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - An vielen Orten in Hildesheim und Umgebung haben sich Menschen am Wochenende um die traditionellen Osterfeuer versammelt – eines der größten startete am Sonntagabend am Jo-Beach. Gegen 19.15 Uhr wurde hier am Strand das aufgeschichtete Holz entzündet. „Das stammt komplett aus der JoWiese“, sagt Veranstalter und Freibad-Betreiber Matthias Mehler. Dort habe man den gesamten Baum- und Strauchschnitt gesammelt und ihn am Hohnsensee zusammengetragen – und er reicht allemal für ein Feuer, das weithin zu sehen ist.

Gut 2000 Menschen sind am Ostersonntag zum Jo-Beach gekommen, um das Ganze aus der Nähe zu erleben. Nicht nur der Parkplatz am Wienerwald platzt aus allen Nähten, auch bis runter zu den Sportanlagen stehen überall Autos. Mit einer Durchsage über die Lautsprecher eröffnet Mehler das Osterfeuer und gibt gleich noch ein paar organisatorische Eckdaten durch: Die Feuerwehr Stadtmitte 2 passt auf, dass hier nichts anbrennt, außerdem sind mehrere Security-Leute auf dem Gelände unterwegs. „Und falls ihr an einem der Getränke- und Essensstände mal kurz auf eure Bestellung warten müsst, habt bitte einen Augenblick Geduld. Das liegt dann einfach daran, dass ihr so viele seid“, sagt Mehler.

Es gibt Bier, Bratwurst, Streetfood, Cocktails

Tatsächlich habe er das gastronomische Angebot in diesem Jahr noch einmal deutlich aufgestockt, erklärt er später. „In der Vergangenheit mussten die Gäste manchmal wirklich länger warten, das verteilt sich so besser.“ Neben den klassischen Bier- und Bratwurstständen – Letztere werden von der Feuerwehr in Eigenregie betrieben – gibt es nun auch Streetfood, mexikanisches Essen, Cocktails und noch vieles mehr. Genug Auswahl jedenfalls, um hier am Jo-Beach einen langen Abend zu verbringen.

Doch Punkt 22 Uhr ist Schluss, versichert Mehler. Da gibt es bei ihm kein Vertun, die Toleranz von Nachbarn und Anwohnern soll nicht strapaziert werden. Überhaupt gehen Sicherheit und Organisation am Jo-Beach im Zweifel immer vor, betont der Betreiber: „Letztlich sind hier mit der Feuerwehr, den Maltesern, dem DLRG und unseren Mitarbeitern rund 70 Leute auf dem Gelände damit beschäftigt, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.“

Geburtstagswünsche übers Mikro? Lieber nicht

Die Gäste merken davon wenig. Sie plaudern, trinken, essen, schauen aufs Wasser, doch vor allem bestaunen sie das riesige Feuer, das nur anfangs ordentlich raucht, weil das Holz noch feucht ist. Da kommt ein Paar auf Mehler zu: Ihre Tochter feiere heute hier ihren 14. Geburtstag, ob Mehler via Mikro einen kurzen Gruß von Mama und Papa über die Lautsprecher senden könnte? „Nee, leider nicht“, sagt der. Man müsse davon ausgehen, dass die 14-Jährige nicht die Einzige sei, die Geburtstag oder sonst einen Grund zu feiern hat. „Dann kommen wahrscheinlich noch weitere Leute auf uns zu.“ Das Mikro müsse aber reserviert bleiben für ernsthafte Anliegen. „Sonst hört mir bei einer wichtigen Durchsage keiner mehr zu“, sagt Mehler. Das sieht das Paar ein. Und geht guter Dinge wieder zum Strand, um die Grüße ans Geburtstagskind einfach persönlich zu überbringen.

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