HAZ geschmeckt?!

Pflaumenkuchen wie vom Profi: Die Kniffe einer Hildesheimer Konditorin

Hildesheim - Pflaumenkuchen backt fast jeder mal im September. Dass der Teig dabei nicht durchweicht, ist allerdings eine Frage der Technik. Konditorin Gabriele Wende aus der Oststadt verrät ihr Rezept – und zwei Kniffe, die man so nur aus der Backstube kennt.

Ihr Herbstklassiker: Gabriele Wende backt den Pflaumenkuchen am liebsten als Blechkuchen. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Das Beste am Herbstanfang sind Kastanienmännchen, Strickpullover – und selbstgebackener Pflaumenkuchen. Konditorin Gabriele Wende hat in ihrere gleichnamigen Festtagsbäckerei in der Oststadt zwar verschiedene Obst- und auch Pflaumenkuchen, diese aberbackt sie privat am liebsten. Als Blechkuchen, wie sie erzählt. „Weil er relativ einfach zu machen und sehr aromatisch ist, da kommen die Pflaumen wirklich prima zur Geltung.“

Dazu: einen Schlag Sahne und eine Tasse Kaffee. Für den HAZgeschmeckt?!-Newsletter hat sie nun sogar das Rezept rausgerückt. Für den Kuchen nimmt sie: 2,5 Kilogramm reife Pflaumen, 500 Gramm Zucker, 250 Gramm Butter oder Margarine, vier große Eier, 500 Gramm Mehl, ein Päckchen Backpulver, ein Päckchen Vanillezucker, 200 Gramm Schmand, ein Päckchen Sahnesteif, Rumaroma, etwas Zimt und Fett für die Backform.

Und so geht es: Zuerst werden die Pflaumen gesäubert und entkernt. Den Zucker schlägt man in einer Schüssel mit Butter und Vanillezucker schaumig, dann werden die Eier nacheinander hinzugegeben und das Ganze nochmals kräftig aufgeschlagen. Mehl und Backpulver werden gemischt und ebenfalls schrittweise hinzugegeben. Dann rührt man den Schmand unter und fügt nach Belieben etwas Rumaroma hinzu. Und damit wäre der Teig auch schon fertig.

Während Gabriele Wende ihn zubereitet, verrät sie ein paar Kniffe, wie sie wahrscheinlich nur Konditoren kennen: Die Pflaumen zum Beispiel schneidet sie doppelt ein, viertelt sie also fast, aber teilt sie dabie nicht vollständig. So lassen sie sich nachher besser – und schöner – auf dem Teig platzieren.

Trick Nummer zwei: Wenn man jetzt den fertigen Teig auf einem gefetteten Backblech oder in einer Springform verteilt und die Pflaumen schräg in den Teig steckt, dann kann man ganz einfach verhindern, dass zu viel Saft in den Teig gelangt. Denn der würde dann nicht so schön werden, wie er werden soll. Bestreut man ihn also vor dem Einstecken der Pflaumen mit etwas Sahnesteif, kann gar nichts passieren.

Den Kuchen backt man im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für 45 bis 50 Minuten. „Etwas kürzer oder länger kann die Zeit manchmal sein, da muss man den Kuchen ein bisschen im Auge behalten.“ Was auch hilft: die Nadelprobe: Einfach mal in den Teig stechen – bleibt nichts an der Nadel oder der Gabel haften, ist er langsam durch.

Nach dem Backen kann man den Pflaumenkuchen direkt mit etwas Zucker und Zimt bestreuen und in der Form ganz auskühlen lassen. Währenddessen kann man zum Beispiel die Sahne frisch aufschlagen, die für diesen Kuchen unverzichtbar ist, wenn man Wende fragt. Und natürlich: Kaffee kochen. Und was machen Menschen, die keine Pflaumen mögen? „Die können diesen Teig trotzdem prima als Rezept verwenden“, sagt die Konditorin. „Der Teig eignet sich nämlich auch für andere Obstsorten, die jetzt im September reifen, wie Äpfel oder Birnen.“

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