Alfeld/Hildesheim - Mit der Ruhe in der Yorckstraße in Alfeld ist es am Mittwochmorgen um 6 Uhr vorbei: Mehrere Einsatzkräfte sind angerückt, um in ein Wohnaus einzudringen. Den Grund dafür gibt die Polizei erst später bekannt: Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Verstoßes gegen das Markengesetz.
Drei Männer und eine Frau aus Alfeld und Hildesheim stehen unter dem Verdacht, Billigwaren als Markenprodukte zu überhöhten Preisen über das Internet verkauft zu haben. Die Beschuldigten im Alter von 23 bis 52 Jahren sollen vornehmlich Elektronikartikel und Uhren über Internetportale als vermeintlich echte Markenprodukte an getäuschte Käufer verkauft haben. Aufgeflogen ist der Handel durch die Anzeige eines der Geschädigten, dessen Kauf sich später als Totalfälschung entpuppte.
Beweismittel sichergestellt
Bisherigen Ermittlungen zufolge bewegt sich die Anzahl der Verkäufe in einem mittleren dreistelligen Bereich. Um weitere Beweismittel sicherstellen zu können, erwirkte die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Hildesheim Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen und Geschäftsräume der Beschuldigten in Alfeld und Hildesheim.
Bei den Durchsuchungen in Alfeld und in Hildesheim konnten die Beamten diverse mutmaßlich gefälschte Produkte finden, die den Tatverdacht gegen die Beschuldigten erhärten. Weiterhin wurden Datenträger beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden. Darüber hinaus wurde im Rahmen eines gerichtlich angeordneten Vermögensarrestes eine untere fünfstellige Geldsumme beschlagnahmt.
Geldbetrag beschlagnahmt
Die Beschuldigten wurden zunächst zur Dienststelle der Polizei nach Hildesheim gebracht, anschließend aber wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.
