Hildesheim/Rhüden - 32 Stunden unterwegs und kaum eine Pause gemacht: Am späten Samstagabend hat die Autobahnpolizei Hildesheim den Fahrer eines Lastwagens aus dem Verkehr gezogen, der durch seine Fahrweise aufgefallen war.
Wie die Polizei Hildesheim mitteilt, meldete ein Verkehrsteilnehmer am Samstag gegen 23.10 Uhr eine Beobachtung: Auf der Autobahn 7 sei ein Sattelzug in Richtung Süden unterwegs, der in starken Schlangenlinien fahre. Die Autobahnpolizei konnte den mit Obst beladenen Sattelzug auf der Tank- und Rastanlage Harz West in der Nähe von Rhüden anhalten, um den Fahrer zu kontrollieren. Den Einfluss von Drogen oder Alkohol stellten die Beamten nicht fest, doch der 72 Jahre alte Fahrzeugführer aus Erfurt hatte seine Fahrerkarte nicht in den Fahrtenschreiber gesteckt.
Daher wurde der Fahrtenschreiber ausgelesen. Das Ergebnis: Der Fahrer war 32 Stunden lang entweder gefahren oder mit Be- und Entladen beschäftigt gewesen und hatte in der Zeit kaum ausgeruht. Die längste Pause während der Zeitspanne dauerte zwei Stunden. Die längste ununterbrochene Lenkzeit betrug etwa acht Stunden.
Nach neun Stunden Fahrt sind elf Stunden Ruhe Vorschrift
Die Polizei weist darauf hin, dass die ununterbrochene Lenkzeit maximal viereinhalb Stunden dauern darf. Danach ist eine Pause von 45 Minuten vorgeschrieben. Außerdem darf in der Regel nicht mehr als neun Stunden insgesamt am Tag gefahren werden. Danach muss ein Fahrer sich elf Stunden lang ausruhen.
Die Beamten der Autobahnpolizei haben ein Ordnungswidrigkeitenverfahren in die Wege geleitet und dem 72-Jährigen die Weiterfahrt verboten.
