Großeinsatz

Polizei umstellt zwei Männer in Hildesheimer Parkhaus – vermutete Schusswaffe entpuppt sich als Akkuschrauber

Hildesheim - Zwölf Einsatzkräfte der Polizei Hildesheim und weitere Beamte der Bundespolizei haben am Samstag zwei Männer im Parkhaus Rose umzingelt, weil ein Zeuge angab, eine Schusswaffe gesehen zu haben. Doch eine Pistole hatten die beiden nicht.

Am Parkhaus Rose hat es am Samstag einen größeren Polizeieinsatz gegeben. Foto: Clemens Heidrich

Hildesheim - Plötzlich stehen da mehr als zwölf Polizisten: Zwei Männer dürften am Samstag einen ganz schönen Schreck bekommen haben, als sie im Parkhaus Rose an einem Auto schraubten und mit einem Mal von einer großen Zahl bewaffneter Einsatzkräfte der Polizei umzingelt waren. Ein Zeuge hatte die Sicherheitsbehörde gegen 16.14 Uhr verständigt und gemeldet, in dem Parkhaus an der Marie-Wagenknecht-Straße zwei Männer mit einer Schusswaffe hantieren gesehen zu haben. Die Polizei reagierte umgehend – mit einem Großaufgebot.

Zwölf Beamte der Polizeiinspektion Hildesheim und weitere Einsatzkräfte der am Bahnhof gelegenen Bundespolizei rückten sofort zu dem Parkhaus aus, umstellten es und suchten es nach den mutmaßlich bewaffneten Personen ab.

Männer reparierten lediglich ein Auto

An einem Auto stießen die Polizisten schließlich auf die zwei Männer, die zu der Zeugenbeschreibung passten. Doch die Schusswaffe, die der Zeuge gesehen haben will, stellte sich als Akkuschrauber heraus, mit dem die beiden Männer ein Auto reparierten.

Der Zeuge, der den Einsatz ausgelöst hatte, war nach Angaben der Polizei nicht selbst im Parkhaus gewesen, sondern hatte die Männer nur von außen gesehen und aus der Distanz eine Schusswaffe vermutet. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, teilt die Polizei mit.

  • Hildesheim
  • Hildesheim