Tolle Anblicke

Profis geben Foto-Tipps: Hier ist der Herbst im Kreis Hildesheim am schönsten

Kreis Hildesheim - Manche Blätter verfärben sich erst, während andere bereits zu Boden fallen. Um den Herbst in Bildern festzuhalten, bleibt oft nur wenig Zeit. Fotografinnen und Fotografen aus dem Landkreis Hildesheim geben ihre Tipps, wo das am besten geht – und zeigen es mit ihren eigenen Bildern.

Der Herbst ist im Kreis Hildesheim angekommen. Um herbstliche Fotos zu machen, bleibt aber nicht viel Zeit – bald schon können die Bäume wieder kahl sein. Foto: Jens Herrmann

Kreis Hildesheim - Regen, Nebel und die ersten verfärbten Blätter: Nach einem noch recht sommerlichen September zeigte sich in den vergangenen Tagen nun erstmals wieder deutlich der Herbst im Landkreis. Durch Wind und Wetter sind die ersten Bäume sogar schon wieder kahl – der Zeitraum, um schöne Herbstfotos zu machen, ist daher verhältnismäßig kurz.

Daher sollte man diese Zeit nutzen, um nach draußen zu gehen und möglichst viele herbstliche Impressionen zu sammeln, so lange es noch möglich ist. Dass sich das lohne, sagen mehrere Fotografinnen und Fotografen aus der Region unisono der HAZ. Denn die Fotos im Herbst seien mit denen aus anderen Jahreszeiten kaum zu vergleichen. „Die Lichtverhältnisse sind im Herbst natürlich sensationell“, sagt etwa die Bantelner Fotografin Mareile Jakobi. So werde selbst ein kahles Feld am Straßenrand zum schönen Herbstmotiv, wenn dort morgendliches Licht auf den Nebel fällt, der noch über dem Boden schwebt.

Bunte Blätter und gelbe Senffelder

Auch der Sarstedter Fotograf Till Röß erfreut sich am herbstlichen Licht, etwa zur sogenannten „Goldenen Stunde“ – der Zeit direkt nach dem Sonnenauf- oder vor dem Sonnenuntergang. Zu dieser Zeit, so Röß, scheine das Licht „immer perfekt zwischen den Bäumen“, besonders nahe der kleinen Seen rund um den großen Giftener See. Der Hildesheimer Fotograf Dennis Vanderliek hebt das herbstliche Licht ebenfalls hervor: „Mir persönlich gefällt es in der Fotografie vor allem, Stimmungen einzufangen“, sagt er. „Dazu eignet sich der Herbst durch seine Licht- und Schattendynamik besonders gut.“

Auch die Farben in der Natur ermöglichten Fotos, die so nur um Herbst einzufangen sind. Der Hildesheimer Fotograf Jens Herrmann nennt hier etwa den herbstlichen Klassiker: das bunte Laub der Bäume und Büsche. Jakobi empfiehlt wiederum einen Blick auf die Senffelder der Region: „Das gibt superschöne Farbkontraste, wenn einen die gelbe Senfblüte anblickt und dahinter ist der bunte Wald.“

Nahaufnahmen von Bucheckern, Pilze und Kastanien

Dabei eignen sich laut den Fotografinnen und Fotografen nicht nur Landschaftsaufnahmen, um den Herbst in Bildform einzufangen – auch ein näherer Blick lohne sich. „Makro-Aufnahmen, zum Beispiel im Wald, sind empfehlenswert“, sagt Jakobi. Als Motive nennt sie Herbstblätter oder Bucheckern. „Auch Detailfotos von Pilzen oder pieksigen Kastanien können sehr spannend sein“, pflichtet ihr Herrmann bei. Und wer besonders viel Glück habe, sagt Vanderliek, bekomme auch einmal ein Tier vor die Linse – wie etwa ein Eichhörnchen oder einen Specht, umgeben von bunten Blättern.

Fünf herbstliche Foto-Tipps aus dem Landkreis

Giftener See

Klosterpark Lamspringe

Liebesgrund und Seniorengraben in Hildesheim

Mädchenbrink bei Freden

Barienrode


Zwei Wander-Tipps aus der Region

Der Herbst eignet sich nicht nur für schöne Fotos, sondern auch für Wanderungen. Davon zeigen sich sowohl Gerd Beckmann von der Wanderabteilung des TKJ Sarstedt als auch Gertrud Faaß vom Hildesheimer Zweig des Deutschen Alpenvereins überzeugt. Bei Sarstedt ist laut Beckmann aktuell die Gegend in Richtung Koldinger Seen besonders schön zum Wandern. „Die Felsenbirnen werden dort schön bunt“, sagt er. „Das ist immer das erste Anzeichen: ,Es ist Herbst.’“ Faaß empfiehlt wiederum die Route durch den Hildesheimer Wald vom Bosch-Werk in Richtung Diekholzen bis hoch zum Aussichtsturm am Turmweg. „Das ist der beste Tipp momentan“, sagt sie. Denn nicht nur sei die Landschaft im Herbst besonders ansehnlich. „Der Weg ist dort gut befestigt“, merkt Faaß an. So sei er auch dann gut begehbar, wenn es geregnet habe – womit im Herbst stets zu rechnen sei.

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