Hildesheim - Erst im September vergangenen Jahres war der Schuhladen Reno in die Arneken Galerie eingezogen – nun ist er wieder dicht. Seit dem vergangenen Samstag bestätigt es ein kleines Schild an der Eingangstür: „Endgültig“, heißt es da, sei diese Schließung.
Hintergrund ist offenbar die Insolvenz der in Polen gegründeten CCC-Kette, die mit ihren deutschen Filialen zunächst über Jahre rote Zahlen schrieb, dann einen Käufer dafür suchte und den schließlich auch in der HR Group fand, zu der wiederum Reno gehört. Die HR Group übernahm die deutsche Tochtergesellschaft von CCC mitsamt ihren rund 80 Filialen. Im Gegenzug erwarb die CCC-Muttergesellschaft 30 Prozent der Anteile an der HR Group. Ein großer Deal in der Schuhhandlungsbranche, der auch in Hildesheim im Untergeschoss der Galerie sichtbar wurde: Das CCC über dem Ladeneingang wurde durch das rotgelbe Reno-Logo ersetzt.
Eine weitere Schließung nach Cosmo und Gina Laura
Holger Höfner, Manager der Arneken Galerie, bedauert diese weitere Schließung eines Ladens in seinem Haus: „Das ist natürlich traurig. Für alle. Und besonders, wenn man bedenkt, dass auch andere Läden im Umfeld schließen, Gina Laura in der Fußgängerzone etwa oder auch vor kurzem Cosmo bei uns in der Galerie.“ Cosmo, das Fachgeschäft für Friseurbedarf und Haarpflegeprodukte, hat seine Filiale in der Arneken Galerie Ende Oktober geschlossen. „Betriebsbedingt“, wie es in einem knappen Kommentar der Pressestelle des Unternehmens hieß.
Mit Reno verlässt ein in Hildesheim seit langem bekanntes Geschäft die Stadt. Das Unternehmen hatte von 2007 bis 2017 eine große Filiale in den heutigen Rossmann-Räumen zwischen der Fußgängerzone und der Judenstraße betrieben, davor bereits 20 Jahre lang im Bavenstedter Gewerbegebiet. Obendrein betrieb Reno von 1993 bis 2004 einen Laden am Hauptbahnhof.
