Diekholzen - Wer am Montagmorgen von Alfeld nach Hildesheim wollte oder umgekehrt, musste sich gedulden oder eine andere Strecke suchen. Der Rote Berg, die wichtigste Verbindungsstrecke zwischen den beiden Städten, blieb für gut zweieinhalb Stunden gesperrt. Dort waren gegen 6 Uhr zwei Autos frontal zusammengestoßen. Ein 20-Jähriger aus der Gemeinde Diekholzen und eine 64-Jährige aus der Gemeinde Sibbesse wurden dabei leicht verletzt.
Die Polizei ist auf der Suche nach Zeuginnen und Zeugen des Unfalls. Denn wer von den beiden Fahrern möglicherweise in den Gegenverkehr geraten war, steht noch nicht fest, sagt Polizeisprecher Jan Makowski. Die 64-jährige Fahrerin des Fiat Punto, der in Richtung Diekholzen unterwegs war, und der 20-jährige Fahrer des Skoda, der in Richtung Sibbesse fuhr, wiesen sich gegenseitig die Schuld zu. Die Unfallaufnahme dauerte wegen der Schuldfrage deutlich länger als erwartet.
Airbags verhinderten Schlimmeres
Beide Insassen wurden mit Rettungswagen in Hildesheimer Krankenhäuser gefahren, sagt Makowski – glücklicherweise nur leicht verletzt, da bei beiden Autos die Airbags auslösten und so Schlimmeres verhinderten. Die Wagen landeten beschädigt im Seitengraben und mussten geborgen werden, die genaue Schadenshöhe steht laut Makowski noch nicht fest.
Die Straße zwischen Sibbesse und Diekholzen war für gut zweieinhalb Stunden voll gesperrt, die Autos stauten sich in beide Richtungen. Die Polizei leitete den Verkehr während der Sperrung jeweils ab Diekholzen und dem Möllenser Eck um. Diekholzens Ortsbrandmeister Michael Wuitschick war mit seiner Feuerwehr vor Ort, die bei den Verkehrsmaßnahmen half und den Brandschutz sicher stellte. Eine Spezialfirma kümmerte sich um die Ölflecken auf der Fahrbahn. Gegen 8.50 Uhr gaben die Beamtinnen und Beamten die Strecke wieder frei.
Von Roland Weiterer und Milan Bauseneik
