Sibbesse - Bei Sibbesse sollen demnächst in einem Rutsch zwei Verkehrshindernisse beseitigt werden, die manchen Einwohner und manche Einwohnerin schon länger nerven. Das eine seit mittlerweile drei Jahren, das andere seit mehreren Wochen. Zum einen geht es um die Baken, die auf einer Strecke von mehreren hundert Metern die Landesstraße in Richtung Petze einengen, zum anderen um das wegen Straßenschäden angeordnete Tempo 30 in Richtung Roter Berg – also um den Verkehr zu zwei Seiten des Sibbesser Kreisels.
Beide Punkte hängen eng zusammen: Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte im vergangenen Sommer erklärt, die Reparatur des instabilen Seitenraumes in Richtung Petze werde im Zusammenhang mit der ohnehin ausstehenden Sanierung in Richtung Roter Berg und Möllensen erledigt. Doch wann die starten würde, war lange offen. Die Mittel für den Straßenbau auf Landesebene sind begrenzt – finanziell wie personell.
Der Zustand der Fahrbahn, die noch saniert werden soll, verschlechterte sich schließlich so, dass vor einigen Wochen die Geschwindigkeitsbeschränkung angeordnet wurde. Die ärgerte Bürgermeister Hans-Jürgen Köhler, weil die Gemeinde schon lange vergeblich vor einem Kindergarten Tempo 30 fordert. Außerhalb des Ortes wurde die Beschränkung nun wegen der Straßenschäden problemlos verhängt.
Zusage von Olaf Lies
Eine Prognose für den Start der Sanierung wollte die Landesbehörde Mitte Juni noch nicht wagen. Was letztlich nachhaltige Bewegung in die Angelegenheit brachte, war der Besuch des Niedersächsischen Verkehrsministers Olaf Lies im April in Sibbesse. Da gab Bürgermeister Köhler ihm den Wunsch mit auf den Weg, sich um die Sanierung des Seitenraumes in Richtung Petze zu kümmern – damit dort endlich die Baken verschwinden. Lies sagte zu, sich dafür einzusetzen. Der Zustand der Straße auf der anderen Seite des Kreisel störte die Sibbesser zu dem Zeitpunkt noch nicht so – bis einige Wochen nach dem Besuch des Ministers das Tempolimit angeordnet wurde. Das nahm Köhler zum Anlass, Lies noch einmal schriftlich an seine Zusage zu erinnern. Mit Erfolg: Kurz darauf kam ein Brief aus dem Verkehrsministerium im Sibbesser Rathaus an – mit der Ankündigung, dass die erhoffte Sanierung auf beiden Strecken bald beginnen wird. Die Baken verschwinden also bald, das Tempolimit auch.
Näheres zu Einschränkungen demnächst
Die Landesbehörde bestätigt auf Anfrage der Redaktion, dass der Baubeginn für September angepeilt ist. Die Sanierung auf beiden Strecken soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Derzeit werden die Aufträge an die Firmen vergeben. Zum Ablauf der Arbeiten und den damit verbundenen Einschränkungen will die Landesbehörde in Kürze Näheres mitteilen. Autofahrer und -fahrerinnen müssen sich auf vorübergehende Sperrungen mit Umleitung einstellen. Auf der Landesstraße vom Roten Berg nach Sibbesse wird die ganze Fahrbahn saniert, auf der anderen Seite des Kreisels in Richtung Petze ist nur der Seitenraum rechts neben der Straße betroffen. Er wurde 2020 saniert, doch bald danach traten Schäden auf, weil der Streifen nicht dafür ausgerichtet war, dass schwere Fahrzeuge über ihn rollen – was dann aber immer wieder geschah. Nach dem Aufstellen der Baken war die verbliebene Fahrbahn rein rechtlich noch breit genug – doch viele Autofahrerinnen und -fahrer fühlten sich offenbar durch die optische Einengung verunsichert, besonders, wenn sich zwei Fahrzeuge begegneten. Das soll bald der Vergangenheit angehören.

