Gronau - In der Samtgemeinde Leinebergland ist vorerst etwas Ruhe eingekehrt, die Wasserpegel sind seit der vergangenen Nacht gefallen - dennoch sind längst Vorkehrungen für weitere Hochwasserschutzmaßnahmen getroffen. „Wir haben unter anderem einen Sattelschlepper voll Sand bekommen, um sicherheitshalber weitere Säcke zu packen“, schildert Samtgemeindebürgermeister Volker Senftleben.
Seniorenheim gesichert
In der Nacht zu Montag waren die Feuerwehren vor allen Dingen am DRK-Altenheim in Gronau beschäftigt. Das Haus liegt unmittelbar an einem Nebenfluss vor der Wehranlage zur alten Leine. Normalerweise führt der Graben nur wenig Wasser. Doch in der Nacht ging er über die Ufer, Wasser drang in den Heizungskeller des Seniorenheims ein. „Die Arbeiten der Feuerwehr waren aber schnell erfolgreich“, zeigt sich Senftleben zufrieden.
Nun gelte es abzuwarten, was sich in der kommenden Nacht tue. Aus dem riesigen Rückhaltebecken Salzderhelden wird aktuell deutlich mehr Wasser abgelassen. Inzwischen 200 Kubikmeter pro Sekunde, am Sonntag waren es noch 60. „In ein paar Stunden kommt das bei uns an, mal sehen, wie sich dann die Leine entwickelt“, sagt der Bürgermeister.
Bis dahin hofft er, dass seine Feuerwehren ein bisschen zur Ruhe kommen. Die hatten gestern Nacht unter anderem auch in Bad Salzdetfurth ausgeholfen. Er ahnt aber auch schon, dass die Wehren vielleicht noch zu anderen Nachbarn abkommandiert werden könnten. Momentan haben etliche Städte und Landkreise massive Hochwasserprobleme.
Straßensperrung
Aktuell gesperrt ist in Gronau noch die innerörtliche Umgehungsstraße. An der Leinebrücke gibt es eine Überflutungsmulde, die am Sonntag bereits zeitweise Wasser führte. Da das in den kommenden Stunden erneut nicht ausgeschlossen werden kann, bleibt die Straße gesperrt.
Die HAZ informiert auch am Montag wieder per Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.
