Achtum/Hildesheim - Wird nichts aus der grundlegenden Sanierung und Erweiterung der Grundschule in Achtum? Kämmerer Ulf Behnel hat im Finanzausschuss die Vorstellungen des Baudezernats, das von Kosten um die sechs Millionen Euro ausgeht, als nicht finanzierbar bezeichnet.
Die Ausschussmitglieder reagierten verärgert. Schließlich hätten sowohl der Ortsrat als auch der Schulausschuss und der Ausschuss für Stadtentwicklung dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, zwei der vier vorgestellten Varianten weiterzuverfolgen, erinnerte Ausschussvorsitzender Frank Wodsack (CDU). Der Beschluss enthalte aber den Hinweis, dass die Ansätze gesenkt werden müssten, betonte Behnel – das sei in den anderen Gremien untergegangen.
Einstige Schätzung von zwei Millionen Euro
Dass die Bauverwaltung noch vor einigen Monaten von zwei Millionen Euro ausgegangen war, erklärte Mitarbeiter Jörg Henschke mit dem damaligen Abstimmungsstand mit dem Schulamt – dieser habe sich geändert. SPD-Fraktionschef Stephan Lenz monierte die mangelnde Kommunikation innerhalb der Verwaltung, „das ist ein Offenbarungseid“. Ortsbürgermeisterin Martina Poldafit (CDU) erklärte, die Erweiterung sei angesichts der Schülerzahlen und der Ganztagsbetreuung alternativlos.
Die Verwaltung müsse nun bis zum Frühjahr einen finanzierbaren Entwurf vorlegen, verlangte Wodsack „sonst sorgt die Politik für die Finanzierbarkeit“. Henschke bezeichnete die Einsparmöglichkeiten bei den vorliegenden Entwürfen als begrenzt.
