Schlagerinsel

Schlager-Star Anna-Maria Zimmermann über doppelte Sorgen in der Corona-Krise

Hildesheim - Am Rande des Festivals in Hildesheim beschrieb Anna-Maria Zimmermann im HAZ-Gespräch, warum die Corona-Krise ihre Familie besonders heftig erwischt hat.

Anna-Maria Zimmermann brachte als erste Künstlerin das Publikum zum Kochen - und gab danach Einblicke, warum die Corona-Krise ihre Familie besonders stark betroffen hat. Foto: GEOFFREY MAY

Hildesheim - Auf der Bühne brüllte sie, sie sei froh, „dass diese Scheiße vorbei ist“. Nach ihrem Auftritt bei der „Schlagerinsel“ am Sontag auf dem Volksfestplatz sprach Anna-Maria Zimmermann mit der HAZ ausführlicher über ihre Sicht auf die Corona-Krise. Und machte dabei auch deutlich, warum sie bei dem Thema vielleicht noch emotionaler reagiert als andere.

„Uns hat es wirklich voll getroffen, schlimmer geht’s kaum“, erzählte sie mit Blick auf ihre Familie. Denn nicht nur sie als Schlagersängerin habe über längere Zeit quasi keine Auftritte gehabt. „Mein Mann ist Gastronom und wurde vom Lockdown auch voll erwischt.“ Zu den Sorgen um die eigenen Berufe sei das Bangen bekommen, ob man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten könne oder nicht. Obendrein wurde Zimmermann zu Beginn der Pandemie ein zweites Mal Mutter – und stellte sich die gleiche Frage wie Millionen andere Mütter auch: „Wie halte ich das alles, gerade auch die eigenen Ängste und Sorgen, möglichst von meinen kleinen Kindern fern?“ Zumal sie zu allem Überfluss auch noch im Landkreis Gütersloh lebt, wo es wegen der massenhaften Corona-Ausbrüche in der Tönnies-Fleischfabrik zeitweise einmal schärfere Regeln gab.

„Eigenverantwortung gefragt“

Ob sie angesichts steigender Inzidenzwerte und aktueller Diskussionen um Corona-Regeln für den Herbst Sorge hat, das alles nochmal von vorn losgeht? „Ich hoffe es nicht“, sagt die 33-Jährige. Sie setze dabei ausdrücklich auf das Verantwortungsgefühl der Menschen, weniger auf staatliche Vorgaben: „Wenn ich mich nicht richtig fühle, vielleicht Schnupfen habe oder ein Kratzen im Hals – dann bleibe ich halt einfach mal das Wochenende mit dem Hintern zu Hause und gehe nicht weg!“, appelliert sie. Jüngere sollten bedenken: „Für Menschen in unserm Alter ist Corona vielleicht nicht schlimm, aber die Schwangere oder die Seniorin – die brauchen das einfach nicht!“

Dann verabschiedete sie sich eilig: „Meine vier und zwei Jahre alten Söhne haben mich jetzt drei Tage nicht gesehen, die sind jetzt dran!

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