Hildesheim - Dass sie sich das Mallorca-Festival nicht entgehen lassen konnte, liegt auf der Hand: Die Hildesheimerin Alyssa Melody Drichel hat mit Anfang 30 selbst schon einige Erfahrungen als Künstlerin in der Schlagerbranche gemacht und ist auch schon bei ähnlichen Veranstaltungen wie dieser aufgetreten. So gab es im vergangenen Jahr „Mallorca feiert“, ein Festival in Schwarmstedt, das zwar nicht ganz so groß war wie dieses auf dem Volksfestplatz mit immerhin 5.000 Besuchern, bei dem sie aber dennoch richtig Stimmung machte unter den Fans. In Hildesheim war sie unter anderem schon bei der Wiesn-Gaudi in der Halle 39 zu erleben.
Aber sie ist an diesem Samstag nicht nur zum Zuhören auf diese Riesenparty gekommen, sondern ein bisschen auch zum Arbeiten. Eine neue Single von ihr soll am 19. Juli erscheinen, der Titel: „Herz am Limit“. Alyssa Melody – deren Name tatsächlich kein Künstlername ist, sondern als echter Name ein Wunsch ihres Vaters war, wie sie erzählt – hat den Song zusammen mit einem Kölner Produzenten geschrieben. Und damit er möglichst senkrecht durchstartet, nutzt sie das Mallorca-Festival, um unter den Leuten dort Flyer zu verteilen, mit ein paar Freundinnen Videos zu drehen und nicht zuletzt ein paar Kollegen aus der Branche zu treffen, die sie schon von früheren Begegnungen kennt.
Sie ist ein Fan von Anna-Maria Zimmermann
Ihr Lieblingskünstler an diesem Tag ist eine Künstlerin. „Ich mag Mia Julia wirklich gern“, sagt Alyssa Melody, die ansonsten in der Schlagerbranche vor allem Anna-Maria Zimmermann schätzt. „Weil bei ihr nicht nur das Entertainment im Vordergrund steht. Das zählt auch immer, aber sie hat auch einfach eine tolle Stimme und bringt die super zur Geltung.“
Das sei auch ihr wichtig, sagt die Hildesheimerin: dass da Substanz sei, nicht nur schnelllebiger, schöner Schein. „Gerade die Schlagerbranche ist da extrem hart“, meint sie. „Es gibt viele Leute, die schnell auf sich aufmerksam machen wollen, was oft auch gut klappt, weil das Publikum einfach feiern will. Aber für mich wäre das nichts.“
Auch Casting-Shows wären aus diesem Grund nicht ihr Ding. „Ich will es selber schaffen“, sagt sie. Und es sei eben ein langer Weg der kleinen Schritte bis zum großen Durchbruch. Der manchmal aus harter Arbeit bestehe, aber oft auch aus viel Spaß – oder, wie an diesem Tag auf dem Volksfestplatz, aus einer Mischung aus beidem.
