Wetterwarnung

Schneesturm zieht am Freitag über den Norden: Wie hart trifft es Hildesheim?

Hildesheim - Schnee, Frost und Eisglätte – der Winter hat Niedersachsen fest im Griff. In den kommenden Tagen könnte es noch ungemütlicher werden. Wetterexperten sagen eine neue Kältewelle voraus. Wie hart trifft sie Hildesheim?

Der nächste Schnee ist im Anmarsch: Das Winterwetter hat Niedersachsen weiterhin im Griff. Am Freitag droht sogar ein Schneesturm. Foto: Christian Charisius/dpa (Symbolbild)

Hildesheim - Straßen und Wege sind teils noch vereist, Pendler müssen für den Arbeitsweg Verspätungen einplanen und im Kreis Hildesheim kam es wegen Glätte und Schneeverwehungen auch bereits zu Unfällen, bei denen Menschen verletzt worden sind – während die Auswirkungen des Wintereinbruchs in der Region bereits zu spüren sind, kündigt sich bereits die nächste Kältefront an. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wird es in den kommenden Tagen „spannend“.

Wetterwarnung für Niedersachsen: Sturmtief bringt viel Schnee mit

Verantwortlich für das Extremwetter ist ein Sturmtief, das sich aktuell über dem Atlantik formiert und am Freitag, 9. Januar, über Deutschland ziehen soll. „Damit verbunden ist ab der Nacht zum Freitag ein in Böen stürmischer Wind“, sagt DWD-Meteorologe Tobias Reinartz.

Der Wetterexperte rechnet im Laufe des Freitags mit teils kräftigen Niederschlägen – im Norden Deutschlands falle dabei „nach aktuellem Stand durchweg Schnee“. Für Niedersachsen sagt der DWD auf seiner Homepage sogar Schneeverwehungen im Norden des Landes voraus. In der Südwesthälfte müsse mit dem Übergang in Schneeregen und gefrierendem Regen gerechnet werden. Es droht in Teilen also Glatteis.

Auch in Hildesheim sind für Freitag fast zehn Zentimeter Neuschnee angesagt. Dazu könnten Windböen bis zu 45 Kilometer pro Stunde erreichen, bei Temperaturen zwischen 0 Grad Celsius am Tag und -8 Grad in der Nacht.

Prognose fürs Wochenende: Schneeverwehungen und strenger Frost

Noch kälter soll es in Hildesheim am Samstag werden. Dann können die Temperaturen schon am Tag auf -8 Grad fallen. In der Nacht sind bis zu -11 Grad möglich. Auch Schneefälle sind angesagt – allerdings nur leicht und vereinzelt.

Am Sonntag bleibt es laut Prognose mit -4 bis -8 Grad winterlich kalt. Ein ähnliches Bild sagen die Experten auch für das Wochenende im restlichen Niedersachsen voraus – Schneefall mit Verwehungen im Norden, im Südwesten Übergang von Regen in Schnee. In der Nacht droht strenger Frost. Insbesondere Autofahrende müssen sich also landesweit auf glatte Straßen einstellen.

Streusalz-Reserven gehen zur Neige: Kommunen müssen rationieren

Ein Problem, das sich im Raum Hildesheim durch die teils knappen Streusalz-Reserven der Kommunen verschärft. So haben etwa die Stadt Hildesheim und die Stadt Alfeld mitgeteilt, vorerst nur noch die wichtigsten Straßen zu streuen, damit die Vorräte länger halten. Grund des Problems ist auch, dass die große Nachfrage nach Streusalz derzeit die logistischen Kapazitäten der Händler übersteigt. Auch in vielen Baumärkten werden Winterartikel wie Streusalz und Schneeschieber bereits knapp oder sind kurzzeitig ausverkauft.

mit André Pichiri

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