Auswirkungen von „Romina“

Schneeverwehungen sorgen für Sperrungen und Ausfälle, Wetterwarnung für Kreis Hildesheim heruntergestuft: Der Überblick am Mittwochmorgen

Kreis Hildesheim - Eine explizite Warnung des Wetterdienstes und ein eingeschränkter Winterdienst – dass sich die Menschen im Landkreis Hildesheim am Mittwoch auf Einschränkungen einstellen müssen, war klar. Am frühen Morgen ist aber erst einmal nicht die erwartete Glätte das größte Problem.

In Stadt und Landkreis Hildesheim müssen Verkehrsteilnehmer am Mittwoch mit glatten Straßen rechnen. Foto: Manuel Lauterborn

Kreis Hildesheim - Nach Wintertief „Elli” ist nun „Romina” da – und der Landkreis Hildesheim muss sich am Mittwoch auf neue Glätte einstellen. Es gilt weiterhin eine Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes – am frühen Morgen ist die erwartete Glätte jedoch zunächst nicht das größte Problem.

Diese Straßen sind gesperrt

Schneeverwehungen sorgen an vielen Orten in der Region für Einschränkungen ganz unterschiedlicher Art: So sind wegen der Schneeverwehungen gleich mehrere Straßen weiterhin gesperrt, unter anderem die Verbindungen zwischen Einum und Achtum sowie Einum und Hönnersum. Zusätzlich ist auch die Strecke zwischen Jeinsen und Pattensen nicht passierbar und die Bundesstraße 3 ist zwischen Adensen und dem Abzweig nach Gestorf in beide Richtungen gesperrt.

Schneeverwehungen als Problem

Grundsätzlich sei die Lage auf den Straßen in der Nacht entspannt gewesen, es habe keine Glätte-Unfälle gegeben – was auch daran gelegen haben dürfte, dass generell wenig Verkehr unterwegs gewesen sei, wie beispielsweise ein Sprecher der Polizei Alfeld anmerkte. Immer wieder weisen die Sprecher der Polizei in der Region aber auf die Schneeverwehungen hin. „Auf der Kreisstraße zwischen Steinlah und Haverlah ist es gerade schwierig, da sind schon größere Schneeverwehungen“, heißt es von der Polizei Salzgitter-Bad. Weil es dort rund um die Straße viel freie Fläche gebe, komme es zu eben diesen Schneeverwehungen und die Räumdienste kämen dort aktuell nicht so gut durch.

Wie gefährlich die Schneeverwehungen sein können, verdeutlicht auch eine Meldung der Feuerwehr Hoheneggelsen: Sie berichtet von einem Unfall von Dienstagmittag, bei dem zwischen Klein Himstedt und Hoheneggelsen ein Auto über eine Schneewehe gefahren war und sich dabei den Unterboden aufriss. Die Feuerwehr hatte selbst Probleme, zum Unfallort zu kommen.

Ausfälle beim Zugverkehr

Die Schneeverwehungen sorgen aber nicht nur für Einschränkungen im Straßenverkehr, sondern auch für Zugausfälle. Betroffen davon ist das Unternehmen Erixx. Wegen zu hoher Schneewehen auf dem Gleis bei Salzgitter-Ringelheim und einer Weichenstörung bei Himmelsthür ist ein geregelter Betrieb derzeit nicht möglich, teilt das Unternehmen mit. Die Züge der Linie RE10 (Bad Harzburg – Hildesheim – Hannover) fallen am Mittwochmorgen bis auf Weiteres ersatzlos aus. Ein Busnotverkehr konnte laut Erixx bisher nicht eingerichtet werden.

Auch auf den anderen Bahnstrecken in der Region, beispielsweise beim RE2 (Göttingen – Alfeld – Hannover) oder dem Enno (Hildesheim – Braunschweig – Wolfsburg), muss mit Einschränkungen wegen des Wetters gerechnet werden. Aktuell sind diese Züge aber noch pünktlich unterwegs, konkrete Ausfälle sind nicht bekannt. Die Bahnunternehmen richten sich jedoch mit einem Appell an alle Pendlerinnen und Pendler: „Checkt vor Abfahrt die elektronischen Fahrplanauskünfte – sicher ist sicher!“

RVHI hat Betrieb komplett eingestellt

Massive Auswirkungen gibt es aber beim Busverkehr in Stadt und Landkreis: Der SVHI hatte seinen Betrieb in Hildesheim bis 6 Uhr komplett eingestellt, nun soll er nach und nach wieder aufgenommen werden. Mit Einschränkungen und weiteren Ausfällen sei aber auch weiterhin zu rechnen, teilt das Unternehmen mit.

Der RVHI hat seinen Betrieb dagegen noch bis 8 Uhr komplett eingestellt – im Landkreis fahren also aktuell keine Busse. Zunächst galt die Einstellung des Betriebs bis 7 Uhr, dann wolle man die Lage neu bewerten, hieß es am ganz frühen Morgen. Mittlerweile steht die Entscheidung und die Zeit, in der keine Busse fahren, wurde bis mindestens 8 Uhr ausgeweitet.

Wetterwarnung heruntergestuft

Der Deutsche Wetterdienst hat am Mittwochmorgen seine Glätte-Warnung derweil heruntergestuft. Die Warnung vor Glatteis, die einer Warnstufe 3 von 4 entsprach, am Dienstag ausgesprochen wurde und bis Mittwoch, 10 Uhr, gelten sollte, ist mittlerweile aufgehoben. Stattdessen gilt nun bis Mittwoch, 9 Uhr, eine Warnung vor markanter Glätte (Warnstufe 2 von 4).


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