Corona-Pandemie

Schulleitungsverband kritisiert Chaos bei Start mit Testpflicht in Niedersachsen

Hannover - Verpflichtende Corona-Tests für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sollen den Unterricht in Niedersachsen sicherer machen. Wie läuft das zum Unterrichtsbeginn nach den Ferien?

Ab Montag müssen alle Schüler einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie die Schule besuchen. Foto: Chris Gossmann

Hannover - Der Start der verpflichtenden Corona-Selbsttests für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte ist aus Sicht des Schulleitungsverbandes Niedersachsen chaotisch verlaufen. Einige Schulen hätten viel zu wenige Testkits erhalten, manche die falschen, sagte der Geschäftsführer des Verbandes, RBG-Schulleiter Rene Mounajed, am Montag. „Das ist völlig unprofessionell.“ Viele Schulleitungen seien wütend. Die Kommunikation des Kultusministeriums sei zudem viel zu kurzfristig und unklar, kritisierte Mounajed.



Der erste Tag nach den Osterferien wurde demnach unterschiedlich organisiert. An manchen Schulen wurden nur Testkits ausgegeben, Unterricht und Notbetreuung gab es nicht. Andere Schulen boten lediglich Notbetreuung an, wiederum andere starteten mit dem Unterricht, ohne die Kinder zu testen. „Hier macht jeder, was er für richtig hält“, so Mounajed.

Von diesem Montag an müssen sich Kinder, Jugendliche und Schulpersonal zweimal pro Woche vor Unterrichtsbeginn zu Hause auf das Coronavirus testen. Die Schulen verteilen dafür sogenannte Laientests für den vorderen Nasenbereich, die das Ergebnis nach rund 15 Minuten anzeigen. Bis Anfang April hatte das Land Niedersachsen rund 13 Millionen Testkits bei verschiedenen Anbietern für Landesbedienstete und Schulen gekauft.

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