Schellerten - Rettungseinsatz auf der Bundesstraße 1: Am Samstagnachmittag wurden vier Menschen bei einem Unfall zwischen Kemme und Schellerten schwer bis lebensgefährlich verletzt, nachdem ein Auto gegen einen Baum geprallt war.
Gegen 16.20 Uhr kam der 31-jährige Fahrer aus Braunschweig mit seinem Mercedes, in dem drei weitere Menschen saßen, aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn in Richtung Schellerten ab und fuhr gegen einen Baum am Fahrbahnrand. Sofort begann der Wagen zu brennen.
Ersthelfer griffen ein
Mehrere Ersthelfer eilten zu Hilfe und alarmierten den Notruf. Ihnen gelang es, die drei Mitfahrer aus dem Auto zu befreien, die bei dem Unfall schwer verletzt wurden. Der Fahrer war im Mercedes eingeklemmt, er wurde von der Feuerwehr aus Auto gerettet, die auch das Feuer löschte. Laut Polizei erlitt der 31-Jährige lebensbedrohliche Verletzungen.
Für den Einsatz sind neben Polizistinnen und Polizisten aus Bad Salzdetfurth, Hildesheim und Alfeld die Freiwilligen Feuerwehren aus Schellerten, Kemme, Dingelbe, Dinklar, Farmsen und Wendhausen ausgerückt. Insgesamt waren 60 Rettungskräfte vor Ort, außerdem acht Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge und ein Rettungshubschrauber. Die Schwerverletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Ersthelfer sowie die Einsatzkräfte wurden von der Notfallseelsorge betreut.
Polizei ermittelt gegen Fahrer
Die Unfallaufnahme der Polizei war umfangreich, die Ermittlungen dauern weiter an. Unter anderem haben die Beamten einen Unfallgutachter beauftragt. Die Polizei ermittelt derzeit gegen den Fahrer des Mercedes wegen fahrlässiger Körperverletzung. Der Gesamtschaden des Unfalls wird auf 41.000 Euro geschätzt.
Die Bundesstraße 1 war infolge des Unfalls über mehrere Stunden voll gesperrt – erst gegen 21.15 Uhr waren alle Maßnahmen beendet und die Polizei gab sie wieder frei. In einer Mitteilung bedankt sich die Polizei Bad Salzdetfurth bei den Ersthelfern, „die durch ihr beherztes Eingreifen offenbar Schlimmeres verhindert haben“.
Anmerkung der Redaktion: Zunächst hieß es, dass mehrere Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt waren, diese Information stellte sich jedoch als falsch heraus.
