Hildesheim - Ein schwerer Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen hat am Dienstagnachmittag für eine stundenlange Vollsperrung der Autobahn 7 bei Seesen gesorgt. Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Kollision gegen 15.45 Uhr in Fahrtrichtung Kassel zwischen dem Parkplatz Harz und der Anschlussstelle Seesen.
Ersten Erkenntnissen zufolge verlor ein 58-jähriger Fahrer auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über seinen Mercedes und geriet ins Schleudern. Ein dahinter fahrender 26-Jähriger am Steuer eines Lastwagens versuchte auszuweichen, kam dabei in den unbefestigten Seitenraum und verlor ebenfalls die Kontrolle. Der Lastwagen schleuderte über alle Fahrstreifen und prallte schließlich in die Betonmittelschutzwand, die durch den Aufprall beidseitig zerstört wurde.
A 7 bleibt vorerst gesperrt
Eine 26-jährige Skoda-Fahrerin konnte dem verunfallten Lkw noch nach rechts ausweichen. Der dahinter fahrende 41-jährige Fahrer eines weiteren Lastwagens reagierte jedoch zu spät und fuhr auf den Wagen auf. Nach aktuellem Stand wurden alle beteiligten Fahrer und Mitfahrer schwer verletzt. Sie wurden mit Rettungshubschrauber und Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Unverletzt blieb lediglich der 41-jährige Fahrer des zweiten Lastwagens. Durch den Unfall wurde die Sattelzugmaschine des 26-Jährigen samt Ladung vollständig zerstört. Zudem riss der Tank des Fahrzeugs auf, sodass Diesel auf die Fahrbahn austrat.
Wegen der massiven Schäden blieb die Autobahn an der Anschlussstelle Rhüden in Richtung Kassel bis Mittwochnachmittag gesperrt, ab 17.45 Uhr konnte der Verkehr wieder fließen. Auf dem betroffenen Abschnitt wurde der Asphalt herausgefräst und komplett neu aufgebaut. Den entstandenen Gesamtschaden schätzt die Polizei derzeit auf rund 150.000 Euro. Im Rückstau kam es außerdem zu mindestens drei weiteren leichten Verkehrsunfällen, die vor Ort aufgenommen wurden.
