Hildesheim - „Ich bin zufrieden und glücklich“, sagte Volkmar von Eckardstein im Rückblick auf sein Leben im Juni 2024 dieser Zeitung. Viele Jahre gehörte er zur Theaterszene der Stadt, vor allem während der Intendanzen von Walter Zibell und Pierre Léon. Für seine Wahlheimat war er Vater Trapp in „Sound of Music“ und Betreiber von Bistro d’Eckard. Die Weinstube gegenüber vom Roemer- und Pelizaeus-Museum avancierte schnell zur Kult-Gastronomie in Hildesheim.
Kultur und Gastronomie prägten das Leben des Sohnes des Freiherrn von Eckardstein. Es war ein bewegtes Leben, das ihn von seinem Geburtsort, dem Familienschloss Reichenow in Brandenburg, erst durch die Flucht nach 1945 nach Berlin, dann zum Studium an die Folkwang-Schule in Essen und schließlich über die Bühnen der Republik führte: Kiel, Rendsburg, Hamburg, Ulm, Stuttgart, Braunschweig. Er war Apatsche bei den Karl-May-Festspielen und „Wilhelm Tell“ in Saarbrücken. Wie nebenbei übernahm der Schauspieler und Regisseur auch die Oberaufsicht über 300 Filialen von Jacques’ Weinkontor. Jetzt ist Volkmar von Eckardstein im Alter von 91 Jahren gestorben.
