Burgstemmen - Die Folgen des verheerenden Winterhochwassers 2023 sind bis heute sichtbar – während an vielen Stellen über Hochwasserschutz gesprochen wird, sind noch nicht einmal alle Schäden behoben. Zum Beispiel in Burgstemmen. Das soll nun aber geschehen.
Der Böschungsbereich im Zuge der B 1 bei Burgstemmen soll saniert werden. Das Erdreich seitlich der Fahrbahn der B 1, südlich der Leinebrücke, war beim Hochwasser abgerutscht – mit Folgen unter anderem für Autofahrerinnen und Autofahrer. Denn die westliche Straßenseite war seitdem nicht mehr befahrbar, also auf der Flussseite. Daher wurde eine mobile Ampel aufgestellt, der Verkehr in dem Bereich konnte nur halbseitig fließen. Pendlerinnen und Pendler dürften bald aufatmen können. Ziel der Sanierung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist es, dass die Bundesstraße dort auch bei Starkregen wieder in beide Richtungen befahren werden kann. Um die Hochwasserschäden aber beheben zu können, gilt ab Montag, 13. April, südlich der Leinebrücke auf einer Länge von 100 Metern eine Vollsperrung. Wie die Landesbehörde mitteilt, wäre kein „sicheres Arbeiten“ möglich gewesen, hätte man auf eine Vollsperrung verzichtet.
Zwei Bauabschnitte geplant
Im ersten von zwei Bauabschnitten steht an der Böschung eine sogenannte Bohrpfahlgründung an, dabei werden einzelne Bohrpfähle bis zu 14 Meter tief in den Boden gebohrt. Im zweiten Bauabschnitt soll dann die Fahrbahn im betroffenen Bereich „grundhaft saniert“ werden, kündigt die Behörde an. So soll die darüber liegende Bundesstraße statisch gesichert werden. Außerdem wird dadurch zugleich die Böschung gegen weitere Leinehochwasser gesichert.
2025 hatte ein Ingenieurbüro Anwohnerinnen und Anwohner kontaktiert. Der Auftrag an die Experten: Sie sollten im Rahmen einer sogenannten Beweissicherung Schäden an den Häusern in dem betroffenen Bereich aufnehmen und dokumentieren. Dies musste im Vorfeld der Sanierung passieren, falls es durch die Bauarbeiten zu Schäden an den Häusern kommen sollte.
Die Umleitungen
Die Behörde bittet die Verkehrsteilnehmenden, während der Bauzeit den Umleitungsbeschilderungen zu folgen, die rechtzeitig ausgeschildert werden sollen.
Die Umleitungen U1 beziehungsweise U3 gelten aus Betheln kommend über die B 1, Emmerke, Rössing und Nordstemmen bis Burgstemmen und umgekehrt. Die U2 führt von der B 1 / B 3 kommend ab Elze über die B 3, K 209 (Nordstemmen am Kieswerk), K 505 (Nordstemmen), zur Umgehung Nordstemmen, nach Rössing über die dortige L 460 dazwischen und Emmerke – und umgekehrt.
Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich also noch gedulden, bis die Straße in beide Richtungen wieder komplett frei ist. Aktuell ist geplant, die Arbeiten im September abzuschließen – allerdings kann es zu „witterungsbedingten oder baubedingten Verzögerungen“ kommen.
