Hildesheim - Am Abend vor Nikolaus verwandelte sich die Halle39 in einen strahlenden Schauplatz vorweihnachtlicher Unterhaltung: Die Produktion brachte ein Ensemble aus Sängern und Tänzern aus den USA, Kanada, Irland, Dänemark und Großbritannien nach Hildesheim – und mit ihnen eine Show, die Popklassiker, A-cappella-Elemente und Tanz auf hohem Niveau verband. Das Publikum reichte von Besuchern im Weihnachtspullover bis zu festlich, glitzernd gekleideten Menschen.
Energiegeladene Show statt traditioneller Adventsruhe
Bereits zu Beginn war klar, dass der Abend nicht auf traditionelle Adventsruhe setzte. Zwölf Künstler standen auf der Bühne, begleitet von einer energiegeladenen Lichtershow. Zwischen kraftvollen Ensemblemomenten und besinnlichen Akzenten führte Moderator Joseph Vicaire durch das Programm. Er überzeugte nicht nur mit Humor, sondern übernahm auch selbst mehrere Gesangsbeiträge, was die Übergänge zwischen den Performances harmonisch machte. Kurze Weihnachtsbotschaften verband er mit Hintergrundinformationen zu den Liedern – so erfuhren die Zuschauer zum Beispiel, dass George Michaels „Last Christmas“ in nur zwei Stunden mitten im Hochsommer geschrieben wurde.
Weihnachten verbinde die Menschen, schwärmt der Moderator
„Christmas music brings people together!“, rief Vicaire freudestrahlend und fasste damit den Abend treffend zusammen: Zu Beginn brauchte das Publikum noch etwas Zeit, um richtig aufzutauen, doch im Verlauf des Abends wuchs die gemeinsame Stimmung spürbar.
Moderne Popstücke, festliche Klassiker und rockige Titel wechselten sich ab. Die Choreografien verbanden Showdance mit Elementen aus Jazz, Commercial und Akrobatik. Besonders eindrucksvoll wirkte eine vierstimmige A-cappella-Version von „Mary’s Boy Child“, die für einen der wenigen leisen und besinnlichen Momente der ansonsten sehr dynamischen Show mit über 30 zeitlosen Weihnachtshits sorgte.
Optisch setzte die Produktion auf eine Mischung aus Glamour und augenzwinkerndem Weihnachtskitsch: glitzernde Kostüme, Pailletten-Sakkos, klassische Santa-Outfits und humorvolle Bühnenrequisiten wie übergroße Geschenkboxen. Die schnelle Abfolge der Kostüm- und Szenenwechsel verstärkte den Showcharakter und sorgte für ein hohes Tempo. Mitsingen und Mitklatschen waren ausdrücklich erwünscht – und viele Besucher bewegten sich begeistert zu Klassikern wie „Driving Home for Christmas“.
Beim Titelstück erhebt sich das Publikum und singt mit
Als am Ende der Titelsong „All I Want For Christmas Is You“ erklang, erhob sich das Publikum, sang mit und ließ die weihnachtliche Stimmung selbst auf die letzten Weihnachtsmuffel überspringen. Die geforderte Zugabe wurde natürlich gegeben und beschloss einen Abend, der die Vorfreude auf die Feiertage in Hildesheim spürbar machte.
Im Foyer nahmen sich die Darsteller noch Zeit für kurze Gespräche und Autogramme.
Von Svea Mauer
