Nordstemmen - Immer wieder hatte sich der Eröffnungstermin für das Nordstemmer Freibad verschoben. Doch nun befinden sich die Bauarbeiten auf der Zielgeraden. „Es ist viel passiert“, sagt Bürgermeisterin Nicole Dombrowski. Die Pflasterarbeiten sind fast abgeschlossen, es wurden Bäume und Büsche gepflanzt, Beete eingefasst. Außerdem haben Arbeiter die Roste rund um das Becken verlegt, in die dann das überschwappende Wasser ablaufen kann.
Es gibt aber auch noch ein bisschen zu tun: Derzeit laufen noch Erdarbeiten, der Rollrasen im vorderen Bereich des Schwimmbads muss verlegt werden, die Außenduschen müssen installiert werden. Und in der sogenannten Wärmehalle werden noch Fliesen angebracht. Außerdem müssen die Mitarbeitenden noch das Wasser abpumpen. Eine Spezialfirma reinigt das Becken dann, das anschließend mit frischem Wasser gefüllt wird.
Die Brücke fehlt noch
Und ein wichtiges Teil fehlt immer noch. „Das ist unser Sorgenkind“, sagt Dombrowski und meint damit die Brücke, die im hinteren Bereich über das Becken geleitet wird. Das Bauwerk ist immer noch nicht fertiggestellt, wie Dombrowski berichtet. „Ende Mai wird das letzte Teil gefertigt.“ Anschließend muss es noch geliefert und montiert werden. Ohne Brücke darf das Schwimmbad aber nicht in Betrieb gehen, da nur so ein kompletter Umlauf um das Becken möglich ist, der aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben ist.
Daher kann Dombrowski noch keinen konkreten Termin für die Eröffnung des Schwimmbads nennen. Sie bleibt bei der Aussage, dass es Ende Mai oder Anfang Juni so weit sein wird. Dann wird voraussichtlich alles fertig sein im Freibad. Eine Einschränkung gibt es aber: „Es steht nicht ganz so viel Liegefläche zur Verfügung wie gewohnt“, sagt Dombrowski. Das liegt zum einen daran, dass der Rasen erst gesät und angehen muss. Und schließlich muss ein Teil noch bis Ende Mai quasi als Baustraße frei bleiben, damit die Brücke mit einem schweren Fahrzeug angeliefert werden kann.
Personal für Nordstemmer Freibad gesucht
Derzeit sucht die Gemeinde noch Kassierer und Reinigungspersonal für das Freibad. Beim Schwimmbad-Fachpersonal handelt es sich um Stammkräfte, die während der Sanierung andere Aufgaben in der Gemeindeverwaltung übernommen hatten oder an andere Schwimmbäder ausgeliehen waren.
Ursprünglich sollte das Bad bereits vor einem Jahr wiedereröffnet werden. Trotz der deutlichen Verzögerung rechnet Fachbereichsleiter Uwe Tatusch bei den Kosten mit einer „Punktlandung“, auch wenn die endgültige Abrechnung noch nicht vorliegt. Das Projekt wird rund 4,6 Millionen Euro kosten, etwa 1,6 Millionen davon erhält die Gemeinde als Förderung.
