Corona-Krise

Teil-Stopp für Astrazeneca: Impfkampagne im Kreis Hildesheim wird ausgebremst

Kreis Hildesheim - Nach einem zwischenzeitlichen Stopp für den Impfstoff Astrazeneca hatte die Impfkampagne im Kreis Hildesheim gerade wieder Fahrt aufgenommen – nun wird sie schon wieder wegen neuer Astrazeneca-Probleme eingeschränkt.

Wird in Hildesheim auch am Oster-Wochenende geimpft? Das ist offen. Foto: Sven Hoppe/dpa (Archiv)

Kreis Hildesheim - Bis Dienstagmorgen haben im Landkreis Hildesheim 9,26 Prozent aller Einwohner die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten und 5,26 Prozent die zweite. In absoluten Zahlen bedeutet das: 25 747 Menschen haben den ersten Termin hinter sich, 14 620 auch schon den zweiten. Von allen Impfungen wurden, erste und zweite zusammengerechnet, bisher 23 935 im Hildesheimer Impfzentrum verabreicht, 16 432 in Alfeld.

Zwischenzeitlich hatte der Stopp für den Impfstoff Astrazeneca die Kampagne im Kreis Hildesheim deutlich ausgebremst. Die nahm nun wieder Fahrt auf. Während in der Vorwoche bis 22. März nur 1978 Erst- und 1386 Zweitimpfungen dazukamen, waren es seitdem weitere 5029 erste und 3696 zweite Dosen.

Bei Erstimpfungen unter dem Landesdurchschnitt

Mit der bisher erreichten Impfquote liegt der Landkreis Hildesheim bei den Erstimpfungen unter dem Landesdurchschnitt von 10,9 Prozent, bei den Zweitimpfungen allerdings knapp darüber (niedersachsenweit 4,9 Prozent).

Kann Hildesheim über das lange Osterwochenende bei den Erstimpfungen aufholen? Grundsätzlich können Impfzentren auch an den Feiertagen geöffnet bleiben, in Hannover wird das zum Beispiel der Fall sein, in Oldenburg und Osnabrück nicht – dort wurde der verfügbare Impfstoff für diese Woche offenbar schon verimpft. Über den Plan für Hildesheim will Kreis-Sprecherin Birgit Wilken am Mittwoch Näheres bekannt geben. Offenbar sind Impftermine an einem Teil des langen Wochenendes geplant.

Unterdessen droht ein erneuter Rückschlag durch neue Zweifel am Impfstoff Astrazeneca. Einige Bundesländer wie Berlin und Brandenburg haben ihn am Dienstag für Impfwillige unter 60 Jahren abgesetzt, weil sich herausgestellt hatte, dass schwere Nebenwirkungen wie eine Hirnvenenthrombose am ehesten bei Frauen unter 55 Jahren zu erwarten sind.

Am Abend empfahl dann auch die Ständige Impfkommission (Stiko), das Vakzin von Astrazeneca vorläufig nicht mehr bei unter 60-Jährigen einzusetzen. Das wurde später von den Gesundheitsministern des Bundes und der Länder in einer Sonderkonferenz so beschlossen.

Und was ist mit jüngeren Personen, die schon eine erste Dosis des Impfstoffs Astrazeneca erhalten und gut vertragen haben? Sollen sie auch die zweite desselben Präparates bekommen? Dazu will die Stiko bis Ende April eine ergänzende Empfehlung abgeben. Da die Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff Anfang Februar begonnen wurde, sind bei einem empfohlenen Abstand von zwölf Wochen die ersten Zweitimpfungen erst Anfang Mai fällig.

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