Zwischenbilanz

So soll das Nordstemmer Freibad bis 2025 zu einer Wohlfühloase werden

Nordstemmen - Die aufwändige Sanierung des Freizeitbades in Nordstemmen soll zum Saisonstart 2025 abgeschlossen sein. Die ersten Fortschritte und Veränderungen auf dem Gelände sind sichtbar: eine Zwischenbilanz des Großprojektes.

So sieht es aktuell auf dem Freibadgelände aus. Foto: Schütze-Planungsgesellschaft

Nordstemmen - Das Nordstemmer Sechs-Millionen-Euro-Projekt Freibadsanierung verläuft nach Plan. Wie es aussieht, steht der angepeilten Wiedereröffnung zur Badesaison 2025 nichts im Weg. Auch hinsichtlich der Kosten brachte Planer Thorsten Schütze gute Nachrichten mit in den Bauausschuss. Alles bewegt sich bis dato innerhalb des Kostenrahmens. Als letzter großer Block stehen nur noch Ausschreibung und Vergabe der Außenanlagen an.

Fortschritte sind deutlich sichtbar

Deutlich sichtbar sind die Fortschritte und Veränderungen auf dem Freibadgelände. Das Becken ist eingerüstet. Der charakteristische Sprungturm und der übrige Sprungbereich sind bereits Geschichte. In der kommenden Woche sollen alle Abbrucharbeiten abgeschlossen sein. Dann kann die Modernisierung mit den Rohbauten weiter Fahrt aufnehmen. Ab Sommer stehen die Erdarbeiten für das Verlegen der neuen Rohrleitungen an. Die Besucher des beliebten Bades dürfen sich aber nicht nur auf ein neues Edelstahlbecken und einen modernen Sprungturm freuen. „Früher ging es mehr um Schwimmen, heute um den kleinen Urlaub zwischendurch“, sagt Landschaftsarchitekt Michael Tänzer, der seine Ideen für die Neugestaltung der Außenanlagen vorstellte.

Urlaubsgefühl im Freibad

Um das Freibad in eine Wohlfühloase zu verwandeln, setzt Tänzer auf eine Kombination aus Blütenstauden, Großgräsern und Zwiebelpflanzen. Die Beete sollen so angelegt werden, dass Wildkräuter in ihnen keine Chance bekommen und der Pflegeaufwand insgesamt gering ist. Ein Kriterium für die Auswahl der Pflanzen ist ihre Trockenheitsverträglichkeit. Die Blüten von Lauchgewächsen, Mexikonessel, Reitgras und Co. sollen dafür sorgen, dass die Rabatten ein attraktiver Hingucker sind und zugleich Insekten Nahrung bieten. Mit einem blauen Strandhafer, der keine Wurzelausläufer bildet, will Tänzer die Aufenthaltsqualität erhöhen und „Urlaubsfeeling“ ins Freibad holen. Vorschläge hatte der Fachmann auch für die Umgestaltung der großen Pflasterfläche im Eingangs- und Umkleidebereich parat. Eine Anregung, die im Ausschuss gut ankam: die zwei kleinen Blumenbeete zu einem großen zusammenzulegen. Ob die Kommune den bislang nicht beauftragten Eingangsbereich tatsächlich anfassen wird, steht noch nicht fest. Zunächst müssen die Kosten für die Außenanlagen auf den Tisch. Dann will man weitersehen.

Grünes Licht gab der Bauausschuss für die Aufstellung eines Bebauungsplans, der den Weg für einen Solarpark zwischen den Burgstemmer Straßen Am Paradies, Domänenweg und Mühlenweg ebnen soll. Das rund 8000 Quadratmeter große Areal war in der Vergangenheit als Bauland im Gespräch, gilt wegen seiner Vergangenheit als Mülldeponie aber als belastet. Nachdem sich die Pläne für eine Bebauung mit 14 Einfamilienhäusern vor einigen Jahren wegen der Altlasten zerschlagen haben, möchte ein Investor nun den Bau von Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf dem derzeit überwiegend zur Heuernte genutzen Grundstück vorantreiben.

Von Ann-Cathrin Oelkers

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