Hildesheim - „Das ist ja ein Gedränge wie lange nicht mehr“, sagt ein Passant beim Blick auf die vielen Flohmarktstände in der Fußgängerzone. Mit dem Erfolg des ersten Hildesheimer Cityflohmarkts zeigt sich Fritz Ahrberg, Geschäftsführer der Hildesheim Marketing GmbH, sehr zufrieden. Vom Huckup-Denkmal bis runter zur Wallstraße stehen die Aussteller mit ihren Waren aus ausgeräumten Kellern und entrümpelten Dachböden dicht an dicht. Besucherinnen und Besucher drängeln sich an ihren Ständen.
„Wir sehen das heute als Pilotveranstaltung – sie zeigt eine sehr gute Resonanz“, sagt Ahrberg. Und er plant bereits weiter. Im kommenden Jahr soll der Cityflohmarkt noch größer werden.
Der Flohmarkt soll noch größer werden
„Vielleicht bis zum Bahnhof. Dann können wir das Quartier um den Angoulêmeplatz mit einbeziehen.“ Dafür sieht auch Kevin Pöschel gute Chancen. Er organisiert von Nienburg bis Hildesheim und von Garbsen bis Celle jedes Wochenende im Sommerhalbjahr zwei Flohmärkte. „So eine Veranstaltung muss aufgebaut werden. Beim zweiten Mal wird es besser“, sagt er.
Ab Mittag hatten auch die Einzelhandelsgeschäfte in der Innenstadt geöffnet. Einige von ihnen, etwa Kressmann und Thalia, waren auch mit eigenen Ständen auf dem Flohmarkt vertreten. Bei Kressmann gab es altes Dekomaterial und Schaufensterpuppen im Angebot.
Bei Rundgängen durch die Fußgängerzone schaute Fritz Ahrberg auch in die Läden. „Die Geschäfte waren gut besucht“, sagt er, „ich habe aber noch nicht mit den Inhabern gesprochen.“
Übrigens war auch ein Prominenter beim Flohmarkt. Der Trödelfuchs von RTL, zu Hause in Wesseln, schaute sich an den Ständen um.
Geschätzt waren mehr als 10 000 Menschen unterwegs
Mit Schätzungen zu den Besucherzahlen tut sich Kevin Pöschel schwer. „Wir haben keine Zählgeräte aufgestellt, aber es sind bestimmt mehr als 10 000 Besucher gewesen“, ist er sicher. Profitiert von dem Trubel haben vor allem die in den vergangenen Jahren gebeutelten Cafés. Coffee & Beans am Pferdemarkt und das Eiscafé Venezia am Marktplatz hatten alle Stühle draußen. Fritz Ahrberg: „Wer dort einen Kaffee trinken wollte, hat kaum einen Platz bekommen.“
Von Andreas Mayen
