Stadtverwaltung legt los

Nach Widerstand: Stadt Hildesheim mit Sperrung auf Probe in Ochtersum

Hildesheim - Um dem Ochtersumer Ortsrat und Anwohnern entgegenzukommen, geht die Stadt Hildesheim einen ungewöhnlichen Versuch ein. Schon ab Donnerstag sind erste Vorzeichen sichtbar.

Der Linksabbieger im Hildesheimer Stadtteil Ochtersum soll künftig einem Fahrradstreifen weichen. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Gegen diese Pläne gibt es Widerstände: Ochtersums Ortsrat und auch Anwohner haben sich offen gegen das Vorhaben der Stadtverwaltung gestellt, den Linksabbieger aus der Adolf-Kolping-Straße in die Kurt-Schumacher-Straße in Richtung Stadt abzuschaffen. Die Folge: Alle Fahrzeuge auf der Straße müssen sich einen Fahrstreifen teilen. Die Sorge der Bedenkenträger ist, dass der Verkehrsfluss gestört wird. Jetzt kündigt die Stadtverwaltung an, den Linksabbieger für einige Stunden zur Hauptverkehrszeit am Freitag, 10. Juni, ab 12.30 Uhr zu sperren.

Kompromiss: Testsperrung

Mit der provisorischen Sperrung kommt die Verwaltung dem Ortsrat Ochtersums entgegen, der sich in seiner vergangenen Sitzung einstimmig für eine Testsperrung ausgesprochen hatte. Denn trotz des Widerstands in Ochtersum, hatte der Verwaltungsausschuss des Stadtrats gegen die Stimmen der CDU und Unabhängige/FDP beschlossen, an der Kreuzung einen Fahrradschutzstreifen einzurichten.

Videoaufzeichnung soll für Aufklärung sorgen

Jetzt also der Testversuch: Eine Videoaufzeichnung soll für Aufklärung sorgen, teilt die Stadtverwaltung in einer Erklärung mit. Der Plan im Rathaus ist, den Verkehr schon der Sperrung aufzuzeichnen und hinterher mit der Verkehrssituation am Freitag zu vergleichen. Aus diesem Grund stehen die Kameras bereits am Donnerstagnachmittag an Ort und Stelle. Die Situationen sollen vergleichbar sei, so die Stadtverwaltung, weil das Verkehrsaufkommen am späten Donnerstagnachmittag und Freitagmittag ähnlich sei.

  • Hildesheim
  • Hildesheim